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Stadt St.Gallen
07.01.2026

39 Gesuche für Projekte in Entwicklungsländern gutgeheissen

Kolumbien: Stärkung vulnerabler Gemeinschaften in abgelegener Konfliktregion auch mit Unterstützung des Kath. Konfessionsteils SG.
Kolumbien: Stärkung vulnerabler Gemeinschaften in abgelegener Konfliktregion auch mit Unterstützung des Kath. Konfessionsteils SG. Bild: Hilfswerk Miva
In der zweiten Vergaberunde 2025 hat die Kommission für Missions- und Entwicklungshilfe 39 von 50 eingereichten Gesuchen bewilligt. Gleichzeitig steht der Missions- und Entwicklungshilfe im Jahr 2026 infolge von Sparmassnahmen weniger Geld zur Verfügung.

Zweimal pro Jahr verteilt die Kommission für Missions- und Entwicklungshilfe unter dem Präsidium von Administrationsrat Rolf Allenspach Gelder aus dem dafür vorgesehenen Budgetkredit – so auch im Jahr 2025.

Während im Sommer die erste Tranche vergeben wurde, stand gegen Jahresende die Prüfung der weiteren Gesuche sowie die zweite Finanzverteilung auf der Traktandenliste. Von den insgesamt 50 vorliegenden Gesuchen wurden 39 positiv beantwortet.

Elf Beitragsgesuche konnten nicht berücksichtigt werden, da der Bezug zum Bistum St.Gallen fehlte, Unterlagen unvollständig waren oder bereits Unterstützungen erfolgt waren. Der Gesamtkredit von 1,2 Millionen Franken für das Jahr 2025 wurde dabei um 31’800 Franken unterschritten.

Die Elijah-Musikschulen in Dörfern Rumäniens bieten benachteiligten Roma-Kindern Gemeinschaft - auch dank Geldern des Kath. Konfessionsteils SG. Bild: Verein Elijah

Insgesamt 72 Projekte im Jahr 2025 unterstützt

Über das gesamte Jahr 2025 hinweg wurden insgesamt 72 Gesuche berücksichtigt: 33 in der ersten und 39 in der zweiten Vergaberunde. Um möglichst vielen Projekten gerecht zu werden, strebt die zuständige Kommission grundsätzlich eine maximale Beitragshöhe von 20’000 Franken pro Gesuch an. In Einzelfällen können jedoch auch höhere Beiträge bewilligt werden.

In der zweiten Vergaberunde erhielten vier Projekte je 25’000 Franken. Unterstützt wurden das Hilfswerk Miva zur Förderung der Kongregation Misioneras de la Madre Laura in Kolumbien, die sich vor Ort humanitär, sozial, seelsorgerisch und im Bildungsbereich engagiert.

Ebenfalls unterstützt wurden die Elijah-Musikschulen in den rumänischen Dörfern Hosman und Nou, die benachteiligten Roma-Kindern und Jugendlichen Anerkennung, Ausdrucksmöglichkeiten und Gemeinschaft bieten.

Weiter erhielt das Collegium Canisianum in Innsbruck Mittel zur Ausbildung von Theologiestudenten aus Missions- und Entwicklungsländern. Der vierte Beitrag ging an die Diócesis de Santa Marta für den Weiterbau der Kirche des Evangelisierungszentrums «Divino Niño» in Fundación, Kolumbien.

Im Collegium Canisianum in Innsbruck werden auch mit Unterstützung des Kath. Konfessionsteils SG Theologiestudenten aus Missions- und Entwicklungsländern ausgebildet Bild: Website Canisianum

Projekte in allen Regionen der Welt

Ein Blick auf die weiteren bewilligten Projekte zeigt eine breite geografische Verteilung der Gelder. Unterstützt wurden Projekte in Afrika, Asien, dem Nahen Osten, Lateinamerika und Europa, unter anderem im Kongo, in Kamerun, Kenia, Madagascar, Nigeria, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe, Togo, Bangladesch, Indien, Irak, Myanmar, Nepal, Palästina, Syrien, dem Westjordanland, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Haiti, Bulgarien, Kosovo, der Ukraine und Uganda.

Die geförderten Projekte reichen von Kinder- und Ausbildungsprojekten über Integrations- und Bauprojekte bis hin zu gesundheitsfördernden Massnahmen, Ernährungshilfen, landwirtschaftlichen Initiativen sowie der Einrichtung eines Informatiklabors für eine Schule.

Die meisten Projekte verfügen über eine Gewährsperson aus dem Gebiet des Katholischen Konfessionsteils St.Gallen. Dadurch ist sichergestellt, dass die eingesetzten Gelder zweckgemäss und transparent verwendet werden.

Spardruck wirkt sich auf das Jahr 2026 aus

Im Jahr 2026 steht der Kommission für Missions- und Entwicklungshilfe weniger Geld zur Verfügung als in den Vorjahren. Der beim Katholischen Konfessionsteil St.Gallen vorgesehene Kredit wird um 200’000 Franken reduziert. Grund dafür sind Sparmassnahmen infolge rückläufiger Steuereinnahmen. Konkret kann die Kommission im kommenden Jahr noch eine Million Franken auf die eingehenden Gesuche verteilen.

Roger Fuchs
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