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Gesundheit
16.10.2020
16.10.2020 10:09 Uhr

So stärken Sie jetzt Ihr Immunsystem

Wie bleiben wir trotz Grippe- und Coronawelle gesund? Welche Vitamine sind wofür da? Mit diesen Tipps können Sie Ihr Abwehrsystem aufbauen.

Viren und Bakterien sind das ganze Jahr über aktiv, aber besonders in der kalten Jahreszeit gibt es für das Immunsystem viel Arbeit. Denn durch die kälteren Temperaturen ist die Durchblutung des Nasen- und Rachenraums verschlechtert und dadurch anfälliger. Zusätzlich kommen die Coronaviren dazu und da gibt es für den Körper einiges abzuwehren. Ein starkes Immunsystem ist deshalb sehr wichtig. 

Ist unser Körper nun geschwächt oder unzureichend mit Nährstoffen versorgt, haben es die Erreger noch leichter. Tatsächlich haben Menschen bei denen das Immunsystem nicht optimal arbeitet, drei oder mehr Infekte pro Jahr und brauchen länger, bis sie wieder gesund sind.

Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist das A und O. Nicht umsonst wird empfohlen, täglich mindestens drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst zu essen. Das Immunsystem profitiert von einer guten Nährstoffversorgung, denn dann hat unser Körper viele Möglichkeiten, sich gegen Krankheitserreger erfolgreich zur Wehr zu setzen.

Vitamin C

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist das wohl bekannteste Vitamin, wenn es um die Stärkung des Immunsystems geht. Auch während und nach intensiver körperlicher Betätigung trägt Vitamin C zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, wenn zu der empfohlenen Tagesdosis zusätzlich 200 mg eingenommen werden. 

In Lebensmitteln ist Vitamin C in Zitrusfrüchten zu finden, aber auch in Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl oder Rosenkohl. Täglich sollten zwischen 100-200 mg Vitamin C gegessen werden und zwar am besten frisch.

Vitamin D

70 Prozent der älteren Schweizer Bevölkerung haben einen zu tiefen, 50 Prozent einen gravierenden Vitamin-D-Mangel. Neuere Forschungen haben nun gezeigt, dass Vitamin D das Schlüsselhormon des Immunsystems ist, denn es unterstützt die normale Funktion des Immunsystems. Nur wenn das Vitamin in ausreichender Menge vorhanden ist, kann die Körperabwehr mobilisiert werden.

Nur wenige Lebensmittel wie z.B. fetter Fisch, Leber oder Eigelb liefern nennenswerte Mengen an Vitamin D. Deshalb empfiehlt es sich sehr, Vitamin D in Form von Tabletten oder Tröpfchen einzunehmen.

Zink und Selen

Das Spurenelement Zink ist lebensnotwendig, denn es steuert die Funktion von mehr als 200 Enzymen und ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt. So ist zum Beispiel die gute Abwehrfunktion unseres Körpers vom Zinkhaushalt abhängig. Empfohlen werden täglich mindestens 10 mg Zink mit der Nahrung aufzunehmen. Bei körperlicher Mehrbelastung, Schwangerschaft oder Stress darf es auch gerne mehr sein.

In Lebensmitteln ist Zink in Austern, Seefisch, Meeresfrüchte, Milcherzeugnisse oder Rindfleisch erhalten. Der Selenbedarf wird vor allem über Fleisch, Fisch, Hühnereier sowie Linsen und Spargel gedeckt.

Regelmässiges Wechselduschen

Nicht nur bei einem niedrigen Blutdruck ist es ratsam, sich abwechselnd kalt und warm abzuduschen. Wechselduschen durchfördert die Durchblutung, kurbelt den Stoffwechsel an und kann das Immunsystem stärken – und bringt den Körper so richtig in Schwung.

Bewegung an der frischen Luft

Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und hält unsere Schleimhäute feucht. Dreimal die Woche sollten sie mindestens eine halbe Stunde walken oder wandern.

Ausreichend Trinken

Durch Heizungsluft trocknen unsere Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum leider aus. Also mindestens zwei Liter pro Tag trinken!

Genügend Schlaf

Versuchen Sie 8 Stunden pro Nacht zu schlafen, denn nur ein ausgeruhter Körper kann neue Antikörper produzieren.

Verzicht auf Alkohol und Nikotin

Tatsächlich schwächen Alkohol und Nikotin das Abwehrsystem. Bei einem Rausch wird unser Immunsystem für mindestens 24 Stunden deaktiviert. Nikotin schwächt die Funktion bestimmter weisser Blutkörperchen stark ein.

Regelmässig Lüften

Durch Öffnen von Fenstern und Türen sorgen Sie für einen gesunden Luftaustausch. Wenige Minuten reichen schon, um frische, sauerstoffreiche Luft gegen alte virenreiche Luft aus geschlossenen Räumen auszutauschen dass es Krankheitserreger leichter haben.

...und natürlich Abstand halten und Hände gründlich waschen!

mik