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25.07.2020
25.07.2020 12:17 Uhr

St.Gallen auf Sieg in Zürich angewiesen

Die jungen St. Galler Spieler erlebten zuletzt im Heimspiel gegen den FCB eine herbe Enttäuschung. Das 0:5 gegen den FC Basel war ein Tiefschlag
Der FC St.Gallen, zuletzt in Thun und zuhause von Basel geschlagen, muss am Samstag zum Gewinnen zurückfinden, will er weiterhin reelle Chancen auf seinen ersten Meistertitel seit 2000 haben.

Abseits von Prognosen und Spekulationen lässt sich zum Kampf um den Titel etwas Konkretes sagen: Falls das zweitplatzierte St. Gallen auf dem Letzigrund gegen Zürich nicht gewinnt, bekommen die Young Boys am Sonntag die Chance, mit einem Sieg gegen Luzern vorzeitig zum dritten Mal in Serie Meister zu werden. Nach dem heutigen Stand hat auch der FC Basel - die Basler sind nicht nur durch ihren jüngsten 5:0-Sieg in St. Gallen in einem resultatmässigen Hoch - noch die Möglichkeit, in den Titelkampf einzugreifen.

Die Young Boys haben indessen alles in der Hand. Sie spielen noch zweimal im Wankdorf (gegen Luzern und zum Abschluss gegen St. Gallen), und sie spielen in dieser Saison eine Heimstärke aus, mit der sie am Ende einen weiteren Super-League-Rekord aufstellen könnten.

Könnte YB die letzten drei Spiele (dazu gehört auch Sion - YB in der 35. Runde) allesamt verlieren? Möglich ist alles. Drei Niederlagen am Stück mussten die Berner in der Vergangenheit nicht selten hinnehmen. Aber in den letzten fast sieben Jahren, seit dem Herbst 2013 unter Trainer Uli Forte, ist es ihnen nicht mehr passiert. Und drei Spiele in Serie ohne Sieg? Im September 2019 gewannen sie tatsächlich dreimal in Folge nicht. Da es aber drei Unentschieden waren, nahmen sie aus dieser kurzen Baisse dennoch den Gegenwert eines Sieges mit. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane bestach in dieser Saison mit ihren Auftritten im Wankdorf: 14 Siege, 2 Remis, zuletzt 12 Siege nacheinander, ein Torverhältnis von 20:2 aus den letzten fünf Partien.

zusammenstellen. Jetzt wird er verschiedene Junge aus der U21 mitnehmen müssen.

Die St. Galler können sich nur dann noch Chancen ausrechnen, wenn sie sich von den Niederlagen in Thun (1:2) und gegen Basel (0:5) auffangen und sich massiv steigern. Am Samstag gastieren sie in Zürich beim einzigen Gegner, gegen den sie in dieser Saison noch keinen Punkt gewonnen haben.

Thun im Hoch, Sion auch

Im hintersten Teil der Tabelle läuft alles auf den direkten Abstieg von Neuchâtel Xamax hinaus, weil sich Thun und Sion in letzter Zeit darin überboten haben, Punkte zu holen. Sion liegt drei Punkte hinter Thun, hat aber noch den Match beim FC Zürich nachzuholen. Die Thuner punkteten seit der Wiederaufnahme der Meisterschaft Mitte Juni fast ausschliesslich in der Stockhorn-Arena. Aber just im letzten Auswärtsspiel, jenem in Lugano, waren sie nahe am Sieg. Das 1:1 mussten sie in den letzten Minuten hinnehmen.

Die beiden Super-League-Spiele vom Samstag im Überblick:

Sion - Thun (bisherige Duelle der Saison: 1:0, 2:1, 1:2). - Samstag, 18.15 Uhr. - SR Schärer. - Absenzen: Cavaré und Raphael (beide verletzt); Roth (verletzt). - Fraglich: Luan; Sutter. - Statistik: Der neuerdings enorm heimstarke FC Thun könnte einen weiteren grossen Schritt Richtung Ligaerhalt tun, wenn er erstmals seit der Wiederaufnahme ein Auswärtsspiel gewinnt. Aber auch Sion, Thuns Konkurrent im Kampf gegen den 9. Platz, ist im Aufwind. Nach dem die Walliser zwischen dem 30. November und dem 5. Juli keines von zwölf Super-League-Spiele gewonnen hatten, holten sie zuletzt acht Punkte aus vier Partien. Keines der letzten 15 Duelle zwischen Sion und Thun in der Meisterschaft ging unentschieden aus. Sion siegte zehnmal, Thun fünfmal.

Zürich - St. Gallen (2:1, 3:1, 4:0). - Samstag, 20.30 Uhr. - SR Jaccottet. - Absenzen: Tosin, Mahi (beide verletzt) und Janjicic (krank); Babic, Gonzalez, Lüchinger, Ajeti, Nuhu und Costanzo (alle verletzt). - Statistik: Die St. Galler müssen ihre wohl letzte Chance im Kampf um den Meistertitel bei einem Gegner wahrnehmen, gegen den sie alle drei Duelle der Saison verloren haben - und dies mit zunehmend deutlichen Ergebnissen. Zürich verlor nach dem Coronavirus-Vorfall und der entsprechenden Schwächung zuletzt dreimal - und mit 0:10 Toren. St. Gallen musste YB wegen seiner Niederlagen in Thun und gegen Basel an sich vorbeiziehen lassen.

Rangliste: 1. Young Boys 33/67 (75:40). 2. St. Gallen 33/62 (69:52). 3. Basel 33/59 (70:34). 4. Servette 33/46 (51:42). 5. Zürich 32/42 (40:62). 6. Luzern 33/42 (40:48). 7. Lugano 33/40 (38:41). 8. Thun 33/35 (41:63). 9. Sion 32/32 (35:52). 10. Neuchâtel Xamax FCS 33/27 (32:57).

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Keystone-SDA