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Stadt St.Gallen
30.06.2022

Stabübergabe bei der Rey AG

Felix Rey (rechts) übergibt die Geschäfte an Sohn David
Felix Rey (rechts) übergibt die Geschäfte an Sohn David Bild: PD
Wer in einem Zug von Stadler reist, ist in guter «Gesellschaft»: Blechcontainer von der Rey AG für Batterien und Elektronik fahren mit. Das St.Galler Unternehmen ist in der Blechverarbeitung führend. Auf den 1. Juli übergibt nun Felix Rey die Geschäfte an Sohn David.

Manchmal wiederholt sich die Geschichte auf gute Art: Es war am 1. Juli 1992, als Patron Alfred Rey die zweite Generation mit Sohn Felix Rey an die operative Spitze setzte. Der eidg. dipl. Schlossermeister hatte das Unternehmen 1954 gegründet und mit Innovationskraft und Investitionsfreude wachsen lassen. 35 Mitarbeiter waren 1992 im Fabrikationskomplex beschäftigt, den er 1972 an der Zürcherstrasse errichtet hatte.

Auf den Tag genau dreissig Jahre später, per 1. Juli 2022, übernimmt in dritter Generation David Rey die Inhaberschaft und die Geschäftsführung. Felix Rey zieht sich aus dem Alltagsgeschäft zurück. Ein Idealfall: Die familieninterne Nachfolge mit dem Sohn von Felix und Claudia Rey ist von beiden Generationen seit jeher so gewünscht und vorbereitet worden.

Der Personalbestand hat sich seit dem letzten Generationenwechsel auf 63 Mitarbeiter plus fünf Lehrlinge verdoppelt – die Effizienz der Technologie mindestens ebenso. «Wir beherrschen eine Vielfalt an Fertigungsmethoden und sind in sämtlichen relevanten Technologien zertifiziert», erklärt Felix Rey.

Dazu komme die kompetente Beratung, fügt David Rey an: «Unsere Mitarbeiter im Verkauf sind gleichzeitig Praktiker und Techniker. Sie kennen die Produktionspraxis, und sie hören im Gespräch schnell heraus, was der Kunde benötigt oder wünscht.»

Rey-Batteriemodul für den Stadler Hochgeschwindigkeitszug «Smile» Bild: PD

Fahrzeug- und Schienenfahrzeugbau, Maschinen- und Medizinal-Branche, Bau und Gewerbe

Blech wird überall gebraucht, und dessen Bearbeitung benötigt grosse System- und Infrastrukturanlagen etwa zum Laserschneiden, Stanzen und Biegen. Technologische Vielfalt und persönliche Flexibilität führen bei der Rey AG nicht nur zu kontinuierlicher Auslastung. Sie fördern auch den Wissenstransfer zwischen den einzelnen Anwendungs- und Kundenbereichen.

Die Rey AG bedient neben dem Fahrzeug- und Schienenfahrzeugbau insbesondere auch die Maschinen- und die Medizinal-Branche sowie Bau und Gewerbe. Als «Spezialität» bezeichnet Felix Rey die Herstellung von Fensterzargen. Für die Aufstockung eines Bürokomplexes beim Flughafen Zürich beispielsweise hat die Rey AG Aluminium-Fassadenelemente mit einem Gesamtgewicht von 25 Tonnen geliefert. Für die Geriatrische Klinik in St.Gallen hat die Rey AG die Fassaden- und Fenstereinfassungen massgenau und elegant gefertigt.

Die Digitalisierung wurde zum Thema, als das Schlagwort noch nicht in aller Munde war. Felix Rey: «Wir haben die computergestützte Konstruktion und die computergestützte Ressourcenplanung gekoppelt. Auf dem Weg zur Industrie 4.0 sind wir bereits weit fortgeschritten.»

Fernab jeglicher Digitalisierung gibt es indes eine Konstante, die den wirtschaftlichen Erfolg der Rey AG erst nachhaltig macht. Der neue Geschäftsführer David Rey drückt es ganz einfach aus: «Blech ist meine Welt. Das habe ich schon als Kind gewusst und gespürt.»

Die Faszination für den Werkstoff Blech ist auch in der dritten Generation tief verwurzelt, und die Mitarbeiter der Rey AG leisten hochprofessionelle Arbeit, die von Berufsfreude und Erfahrung zeugt.

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