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Mörschwil
03.05.2022

Moag setzt auf Kreislaufwirtschaft

Bild: Daniel Ammann
Mit ihrem neuen Konzept für die Wiederaufbereitung von Asphalt kann die Moag Baustoffe Holding AG aus Mörschwil den Recyclinganteil in neuen Strassenbelägen von 40 auf 80 Prozent erhöhen.

Die Moag Baustoffe Holding AG ist der Meinung, dass man den in den Schweizer Strassennetzen eingebauten Asphalt nach Ablauf der Haltedauer weiternutzen sollten. Die Technologie dazu sei vorhanden. So präsentiert die Moag in Mörschwil eine neue Brecheranlage, die es ermöglicht, den alten Asphalt so aufzubereiten, dass er wie neues Material dem Mischgut wieder beigefügt werden kann. Die Anlage wurde in Zusammenarbeit mit der österreichischen SBM Mineral Processing GmbH entwickelt.

Bild: Daniel Ammann

«Europaweit gibt es Millionen Tonnen Ausbruchasphalt», sagt Markus Blum, Geschäftsführer der Moag. «Wir müssen einen Weg finden, dieses Material sinnvoll zu nutzen.» Der neue Brecher in Mörschwil zerkleinert den Ausbruchasphalt, reinigt ihn mechanisch vom Bitumen ab, sortiert ihn über die integrierte Siebanlage und bereitet ihn so auf, dass er – wie neues Gestein – dem Mischgut wieder beigefügt werden kann. Über Förderanlagen wird der sogenannte Sekundärrohstoff der Asphaltanlage zugeführt.

In die Entwicklung und den Umbau des Werks in Mörschwil investierte die Moag knapp 13 Millionen Franken. «Wir haben die Technologie, jetzt müssen wir es einfach tun», so Blum. «Mischgutproduzenten, Bauherren, Ingenieure und Bauunternehmen – wir alle stehen in der Pflicht, eine Kreislaufwirtschaft im Strassenbau zu ermöglichen.»

Bild: Daniel Ammann
pez/pd