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Stadt St. Gallen
24.05.2020
24.05.2020 18:19 Uhr

Den Autofahrern geht’s an den Kragen

Bild: mobilservice.ch
Der Zürcher Verein «Umverkehr» weiss, was gut für St.Gallen ist: Weniger Autos. Darum will er das Autofahren eindämmen.

Mit den beiden Initiative «für ein gesundes Stadtklima» und «für eine zukunftsfähige Mobilität» will die Zürcher Autofeinde-Organisation «Umverkehr» während zehn Jahren jährlich 0,5% der Strassenfläche in Grünflächen mit Bäumen sowie in Fuss- und Velowege mit Bus- und Tramspuren umwandeln. Dem motorisierten Individualverkehr soll also noch weniger Platz zur Verfügung stehen als heute.

Das verlangen die beiden Stadtklima-Initiativen von «Umverkehr». Diese hat sie nun der St.Galler Stadtkanzlei zur Prüfung eingereicht. Auch in Zürich, Bern, Basel, Winterthur und Genf will «Umverkehr» gegen die Autofahrer vorgehen. In St.Gallen solle «Umverkehr» allenfalls noch diesen Spätsommer mit der Unterschriftensammlung für die Stadtklima-Initiativen beginnen, weiss das «Tagblatt».

Dem «Tagblatt» sagte der «Umverkehr»-Kampagnenleiter Daniel Costantino auch: «Wenn nur jene mit dem Auto fahren, die wirklich darauf angewiesen sind, können wir Stau, Lärm und Treibhausgase deutlich reduzieren.» Wer entscheiden soll, was als «wirklich darauf angewiesen» gilt, hat Costantino nicht gesagt – wahrscheinlich hat er an seinen Verein gedacht. Die Einwohner jedenfalls sollen nicht mehr selbst entscheiden dürfen, welche Verkehrsmittel sie benutzen wollen.

PD/stz.