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Stadt St. Gallen
14.01.2022
14.01.2022 10:23 Uhr

Spitex St.Gallen: Es kriselt noch immer

Symbolbild
Symbolbild Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung
Nach der Kündigung des ehemaligen Geschäftsführers der Spitex St.Gallen AG Mitte 2021 übernahm Anna Ravizza als Delegierte des Verwaltungsrats die operative Führung der Organisation. Bisher konnte keine geeignete Nachfolge für die Geschäftsleitung gefunden werden.

Seit der ehemalige Geschäftsführer im Juni 2021 die Spitex St.Gallen AG auf eigenen Wunsch verlassen hat, lenkt Anna Ravizza die operativen Geschicke der Organisation. In der Vergangenheit sorgten Kündigungswellen und interne Spannungen für Schlagzeilen (stgallen24 berichtete).

Kein Nachfolger gefunden

«In der Doppelfunktion als Verwaltungsrätin und Geschäftsführerin schaffte Anna Ravizza in einem ereignisreichen und herausfordernden Umfeld, Ruhe in die Spitex St.Gallen AG zu bringen. Gemeinsam mit Liliane Niederer, Leiterin Human Resources, wurde das Augenmerk auf die Schulung der Mitarbeiter und die Rekrutierung von Fachkräften gelegt. Seither hat sich die Personalsituation der Spitex St.Gallen AG stabilisiert», heisst am Freitag in einem Communiqué.

Bisher konnte trotz intensiver Rekrutierungsbemühungen keine geeignete Nachfolge für die Geschäftsleitung der Spitex St.Gallen AG gefunden werden. Die Herausforderung, eine neu gegründete Organisation weiterzuentwickeln, stelle besondere Anforderungen an die Qualifikationen und Kompetenzen der Kandidatinnen und Kandidaten.

Corona führt zu Mehrbelastung

Der generelle Fachkräftemangel in der Pflege und die Historie des Zusammenschlusses der Spitex-Organisationen der Stadt St.Gallen tragen ihren Teil dazu bei, dass die Suche bisher nicht gefruchtet hat. Um die neu eingekehrte Kontinuität und Stabilität zu wahren, hat sich Anna Ravizza dazu bereiterklärt, ihr Mandat als Geschäftsführerin bis Ende 2022 weiterzuführen. Der Verwaltungsrat wird die Suche nach einer neuen Geschäftsführerin oder einem neuen Geschäftsführer zu gegebener Zeit wieder aufnehmen.

Aktuell bindet die verschärfte Situation um Covid-19 die Ressourcen der Spitex St.Gallen AG. Die hohen Fallzahlen sorgen sowohl auf Mitarbeiter- als auch Klientenseite für eine erhebliche Mehrbelastung. Krankheitsbedingte Ausfälle der Pflegefachkräfte müssen intern umgeplant und kompensiert werden und die Versorgung von Klientinnen und Klienten, die an COVID-19 erkrankt sind, führt zu Mehraufwand. Die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat der Spitex St.Gallen AG bedanken sich an dieser Stelle für den unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

mik/pd