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So soll «Stau Gallen» verhindert werden

Um Stau zu vermeiden, werden Zusatzbusse eingesetzt
Um Stau zu vermeiden, werden Zusatzbusse eingesetzt Bild: pixabay
Während der Instandsetzung der A1 in St.Gallen werden Begleitmassnahmen umgesetzt, um die verkehrlichen Auswirkungen in der Stadt möglichst gering zu halten. Darin enthalten sind Vorkehrungen zur Sicherung der Fahrplanstabilität im öffentlichen Verkehr.

Flankierende Massnahmen, kurz «FlaMa» genannt, sind Massnahmen, die begleitend zur Sanierung der Stadtautobahn ergriffen werden. Mit ihnen sollen die verkehrlichen Auswirkungen der Bauarbeiten auf das umliegende Strassennetz reduziert werden. Sie tragen dazu bei, die Verkehrssituation in der Stadt und in der Region St.Gallen auf einem guten Niveau zu erhalten.

Zusätzliche Busse

Während der Sanierung soll der Verkehrsfluss auf der A1 aufrecht gehalten werden. Prognosen zur Leistungsfähigkeit der Stadtautobahn während der Bauarbeiten zeigen, dass dies gewährleistet ist, wenn der Verkehr in den Spitzenstunden um etwa 10 Prozent reduziert werden kann. Gleichzeitig sollen unerwünschte Nebeneffekte auf dem umliegenden Strassennetz vermieden werden. Um diese Ziele zu erreichen, wurden FlaMa definiert, die jeweils unterschiedliche Bereiche betreffen (z.B. Verkehrsführung und Sperrzeiten, Öffentlicher Verkehr, Kommunikation).

In den FlaMa enthalten sind die Grundsätze der Baustellenverkehrsführung auf der Stadtautobahn (z.B. kein Abbau von Fahrspuren tagsüber zwischen St.Fiden und Neudorf oder Sanierung Tunnel Rosenberg nur nachts). Zu den verkehrslenkenden Massnahmen zählen eine Dosierung der Autobahneinfahrt in Winkeln (Richtung St.Gallen), dynamische Umleitungssignalisationen auf dem Stadtgebiet oder der Einsatz von Verkehrsdiensten. Auch die Informations-Kampagne zur Instandsetzung der Stadtautobahn sowie die Mobilitätsberatungen für Unternehmen sind Teil der FlaMa.

Temporäre Busspur beim Kreisel

Der öffentliche Verkehr soll während der Instandsetzung der Stadtautobahn aufrecht und möglichst attraktiv gehalten werden. Auf mehreren Stadt- und Regionalbuslinien werden deshalb zusätzliche Busse eingesetzt.

Nebst den Zusatzbussen werden provisorische, bauliche Massnahmen auf dem Stadtgebiet getroffen. Dies beinhaltet die Einrichtung von Fahrbahnhaltestellen an verschiedenen Standorten. Die Massnahmen werden in enger Absprache mit Kanton und Stadt St.Gallen durch das ASTRA umgesetzt und sollen nach den Hauptarbeiten mit den grössten verkehrlichen Auswirkungen in den Jahren 2022 und 2023 wieder aufgehoben werden. Vorgesehen ist die temporäre Umgestaltung folgender Haltestellen:

  • Fürstenlandstrasse, Haltestelle Kirche Bruggen (stadtauswärts)
  • Langgasse, Haltestelle Heimatstrasse (stadteinwärts)
  • Feldlistrasse, Haltestelle Stahl (stadteinwärts)
  • Langgasse, Haltestelle Sonnrainweg (stadteinwärts)

Zudem wird beim Kreisel Bildstrasse/Geissbergstrasse («Interio-Kreisel») in Winkeln eine temporäre Busspur markiert, die sich über den zweispurigen Abschnitt der nördlichen Kreiselzufahrt auf der Bildstrasse erstreckt. Mit diesen Massnahmen soll die Fahrplanstabilität für den öffentlichen Busverkehr verbessert werden, ohne dass es für den Individualverkehr zu wesentlichen Einschränkungen kommt. Zurzeit liegen die auflagepflichtigen Projekte öffentlich auf.

Arbeitsgruppe hilft bei verkehrlichen Fragen

Nebst den konkreten einzelnen FlaMa wurde eine Arbeitsgruppe Verkehr gebildet, in der die betroffenen Strassen- und Verkehrsbetreiber (Kanton und Stadt St.Gallen) sowie Verantwortliche aus dem Sanierungsprojekt des ASTRA vertreten sind.

Die Arbeitsgruppe Verkehr kümmert sich um das Verkehrsmonitoring und prüft die verkehrlichen Auswirkungen auf der Stadtautobahn sowie dem umliegenden Strassennetz. Sie beurteilt die Wirkung der FlaMa und unterstützt die Bauherrschaft bei verkehrlichen Fragestellungen. Bei unerwarteten Situationen steht mit der Arbeitsgruppe verkehr ein Gremium zur Verfügung, dass zeitnah Massnahmen prüfen und deren Umsetzung einleiten kann.

mik/pd