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Akris dreht Film auf dem Roten Platz

Die neue Kollektion ist eine Hommage an Alice Kriemler
Die neue Kollektion ist eine Hommage an Alice Kriemler Bild: zVg
Das international bekannte St.Galler Modehaus Akris zeigt in einem Kurzfilm seine neue Kollektion fürs nächste Jahr. Gedreht wurde dieser auf dem Roten Platz. 2022 feiert das Unternehmen auch sein 100-jähriges Bestehen.

Die neue Frühling/Sommer-Kollektion vom St.Galler Modehause Akris ist erschienen. In einem kurzen Film, gedreht am Roten Platz, präsentiert das Modehaus seine neuen Kleidungsstücke. Inspirationsquelle der Kollektion ist Alice Kriemler-Schoch, Akris-Firmengründerin und Grossmutter des Designers. Sie legte mit ihrer Schürzenproduktion den Grundstein für die bald 100-jährige Geschichte der Textilfamilie Kriemler.

«Ich erinnere mich an meine Grossmutter Alice, wie sie jeden Tag ihre Schürze anzog, bevor sie ins Atelier ging. Dieser Moment lehrte mich über Frauen, Selbstbewusstsein und Design. Diese Kollektion ist meine Neubewertung der Schürze. Und eine Hommage an sie – Alice», schreibt Kriemler zum Modefilm.

Die Kleider des St.Galler Unternehmens werden von internationalen Bekanntheiten getragen: Dazu zählen unter anderem Karin Keller-Sutter, Jill Biden, Prinzessin Charlène von Monaco oder Angelina Jolie. 

Über Akris

Akris wurde 1922 in St.Gallen von Alice Kriemler-Schoch, einer unternehmerischen Frau gegründet. In ihrem kleinen Nähatelier begann sie mit der Herstellung getupfter Schürzen.

Mit Stoffen aus St.Gallen – auch damals schon ein führendes Textilzentrum, das bis heute für seine exquisite Baumwolle und Stickereien bekannt ist – kleidete Alice bald die modebewussten Frauen der Stadt ein. 1944 stieg ihr Sohn Max in den Familienbetrieb ein. Er schuf den Namen Akris nach den Initialen seiner Mutter und unterstützte sie beim Ausbau ihrer Kollektionen. Später arbeitete er, Seite an Seite mit seiner Frau Ute Kriemler, auch mit Pariser Couture-Häusern wie Ted Lapidus und Givenchy zusammen, deren Prêt-à-Porter-Kollektionen Akris fertigte.

Im Alter von 19 Jahren sollte ihr ältester Sohn Albert in Paris bei Modeschöpfer Hubert de Givenchy Erfahrungen sammeln, aber die familiäre Pflicht rief, als der wichtigste Mitarbeiter seines Vaters unerwartet verstarb. Ohne zu zögern, übernahm Albert Kriemler die Designverantwortung von Akris und machte das Haus zum internationalen Symbol für diskrete Eleganz, die es heute verkörpert.

Albert Kriemler, Kreativdirektor des Schweizer Modehauses Akris Bild: Keystone
pez/stgallen24