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Tasar - Matchwinner mit gemischten Gefühlen

Varol Tasar hat zwei Herzen in seiner Brust Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER
Schweizer Cup – Varol Tasar schiesst den FC Luzern im Brügglifeld in den Cupfinal - und verspürt nicht nur Freude. "Ein komisches Gefühl, gegen deinen Ex-Klub zu treffen", sagt der 24-jährige Ex-Aarauer.

Zweieinhalb Jahre lang schnürte Varol Tasar seine Fussballschuhe für den FC Aarau. Mit 20 Toren und 14 Vorlagen in 65 Spielen hinterliess er beim Challenge-League-Klub und Cup-Halbfinalisten seine Spuren und füllte er seinen Rucksack mit schönen Erinnerungen. Nun schoss er seinen Ex-Klub mit einem Tänzchen im Strafraum und dem Tor zum 2:1 aus dem Cup.

Varol Tasar, was sind Sie lieber: Matchwinner für Aarau oder gegen Aarau?

"Was soll ich sagen... Es ist ein komisches Gefühl, gegen deinen Ex-Klub zu treffen. Ich habe Aarau 2019 mit einem schlechten Erlebnis verlassen: der verlorenen Barrage gegen Xamax nach dem 4:0-Sieg im Hinspiel in Neuenburg. Jetzt gehe ich als Sieger aus dem Brügglifeld, aber Aarau nicht. Ich wünsche dem Klub ganz viel Glück für die Zukunft. Er hätte es verdient, in der Super League zu spielen. Aarau ist eine super Mannschaft mit tollem Staff und tollen Leuten. Der Klub ist wie eine Familie."

Waren Sie besonders motiviert?

"In einem Cup-Halbfinal ist man sowieso topmotiviert. Nachdem mich der Trainer nicht von Anfang an aufgestellt hatte, wollte ich unbedingt zeigen, dass ich ein guter Joker bin."

Wie fühlt man sich als Edeljoker?

"Für die Mannschaft ist es natürlich super, dass ich als Joker etwas Besonderes in Spiel bringen kann. Sie hat die Gewissheit, dass ich da bin, wenn es ihr nicht gut läuft. Für mich selbst ist es eine riesige Freude zu wissen, dass ich dem Team helfen kann."

Im Final könnten Sie mit Servette erneut auf einen ihrer ehemaligen Vereine treffen.

"Mir ist egal, ob der Gegner Servette oder St. Gallen heissen wird. Wir wollen einfach den Pokal holen. Die grosse Feier findet hoffentlich noch nicht jetzt, sondern am Pfingstmontag statt."

Aarau setzte Luzern zu Beginn ziemlich unter Druck. Wie war es, die ersten 25 Minuten von der Bank aus zu sehen?

"Ich habe die Anfangsphase gesehen, war mit meinen Gedanken aber noch woanders. Es kamen Erinnerungen an meine Zeit hier hoch. Ich wusste zuerst gar nicht, für wen ich mitfiebern sollte."

Keystone-SDA