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27.04.2021

«Kein Schmutz in der Luft – Lena reist umweltfreundlich»

Bild: PD
Das neue Kinderbuch «Kein Schmutz in der Luft – Lena reist umweltfreundlich» des Ostschweizer Autors Stephan Sigg macht Kindern und Familien Lust auf Ferien am Bodensee.

Lena und ihre Familie fahren in diesem Sommer mit dem Zug an den Bodensee. Mit dabei: ihre beste Freundin Hannah. Sie wollen im Zelt direkt am See übernachten. Zelten ist doch viel spannender und umweltfreundlicher! Kaum ist das Zelt aufgebaut, machen die beiden Mädchen den Campingplatz und die Umgebung unsicher und erleben dabei eine Menge Abenteuer rund um den Bodensee. «Kein Schmutz in der Luft – Lena reist umweltfreundlich» ist bereits das dritte Kinderbuch des Ostschweizers Stephan Sigg. Es ist Mitte April im Camino-Verlag erschienen.

Der Autor sensibilisiert Kinder darin für nachhaltigen Tourismus und Slow Travel, ganz ohne erhobenen Zeigefinger. «Durch die Corona-Pandemie haben viele Menschen Österreich, Deutschland und die Schweiz als Urlaubsdestination neu entdeckt», sagt Kinderbuch-Autor Stephan Sigg, «Immer mehr Eltern vermitteln ihren Kindern ein Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Das wirkt sich auch auf die Art des Reisens und die Wahl des Urlaubsziels aus.» Er hat beobachtet: «Obwohl Nachhaltigkeit und Slow Travel im Trend sind, gibt es kaum Bücher, die Kindern das Thema erklären. Dabei bieten gerade Geschichten die Chance, sich mit allen Sinnen auf ein Thema einzulassen.»

Auf Bodensee-Region einlassen

In seiner Geschichte zeigt er, dass es sich lohnt, die Eigenheiten der Urlaubsregion zu entdecken: die Kultur, das Essen und die Menschen. «Die Bodensee-Region ist ein gutes Beispiel für diese Vielfalt. Sie bietet gerade auch für Kinder eine Menge Erlebnisse», sagt Stephan Sigg. «Selbst, wenn es regnet, wird es nicht langweilig.» Auch in der Geschichte macht eine Regenfront den Kindern einen Strich durch die Rechnung. Doch sie finden schnell heraus, dass es am Bodensee bei jedem Wetter eine Menge zu erleben gibt. «Damit liefert das Buch auch Familien, die den Bodensee schon gut kennen, neue Inspirationen.»

Von Bootsvermietung geprägt

Die Geschichte verzichtet konsequent auf den moralischen Zeigefinger. «Lena und ihre Familie sind Menschen wie du und ich. Sie finden Schritt für Schritt heraus, wie das eigene Reise-Verhalten die Umwelt und die Menschen vor Ort beeinflusst.» Mit seinem Buch zeigt Sigg, was nachhaltiger Tourismus und umweltverträgliches Reisen bedeutet. «Es geht ohne Flugzeug und Fernreise. Auch direkt vor der Haustür lässt sich in den Ferien eine Menge erleben.» Eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen die Stadt Lindau, die Apfel-Kultur und der Affenberg in Salem.

Stephan Sigg ist in Rheineck aufgewachsen und kennt den Bodensee von Kindesbeinen an. Er verbrachte viele Sommer in der Bootsvermietung seiner Großeltern in Bregenz und konnte da schon als Kind einen kleinen Blick hinter die Kulissen des Tourismus werfen. «Selbstverständlich kommt in meiner Geschichte auch ein Tretboot vor», sagt er, «Ich habe zum ersten Mal über meine Heimatregion geschrieben, deshalb hat das Buch eine besondere Bedeutung für mich. Durch die Arbeit am Buch ist mir selbst wieder neu bewusst geworden, wie viel die Bodenseeregion zu bieten hat.»

An Schulen zu Gast

«Kein Schmutz in der Luft – Lena reist umweltfreundlich» ist bereits das dritte Kinderbuch von Stephan Sigg, das sich mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigt: Im ersten Band «Kein Plastik für den Wal – Lena kauft unverpackt» entdeckte Lena Zero Waste, im zweiten Band «Kein Essen in den Müll – Lena rettet das krumme Gemüse» lancierten Lena und ihre Freunde kreative Aktionen, um Food Waste zu verringern. «Die beiden Bücher haben ein großes Echo ausgelöst. Man spürt, dass das Thema Nachhaltigkeit in aller Munde ist», so Stephan Sigg, «ich wurde an viele Schulen zu Lesungen eingeladen.» Kinder reagieren sehr offen und kreativ auf Nachhaltigkeits-Themen: «Wenn sie merken, dass es auf jeden ankommt und sie ein Teil der Lösung sein können, wollen auch sie gleich etwas unternehmen. Ich hoffe, dass Band 3 viele für nachhaltige Ferien motiviert.»

mg/pd