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Teufen AR
22.03.2021

Ein gutes Jahr für die Gemeinde Teufen

Die Teufener Jahresrechnung 2020 schliesst mit CHF 3.7 Mio. Ertragsüberschuss ab.
Die Gemeinde Teufen kann ihre Reserven mit der Rechnung 2020 weiter ausbauen: Sie schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund CHF 3.7 Millionen Franken ab.

Die Jahresrechnung 2020 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund CHF 3.7 Mio. auf der Stufe 2 der Erfolgsrechnung ab. Das Resultat vor der Ergebnisverwendung liegt damit rund CHF 4.1 Mio. (-52%) unter dem Vorjahresergebnis (CHF 7.8 Mio.) aber deutlich über dem Voranschlag 2020. Dieser hatte eine «schwarze Null» vorgesehen.

Der hohe Ertragsüberschuss ist massgeblich auf Minderaufwendungen und Einsparungen von über CHF 3 Mio. beim Sach- und übrigen Aufwand sowie beim Personalaufwand zurückzuführen.

Minderaufwand beim Sach- und übrigen Aufwand sowie bei den Personalkosten

Der gesamte Sach- und übrige Betriebsaufwand fällt mit rund CHF 11.5 Mio. im Vergleich zum Voranschlag um über CHF 2.5 Mio. tiefer aus. Insbesondere beim Strassenbau verzögerte sich der geplante Unterhalt aufgrund hängiger Rechtsverfahren und Verzögerungen um CHF 1.4 Mio. Dies führte auch zu Minderaufwendungen bei der öffentlichen Beleuchtung und beim baulichen Unterhalt in den Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser. In verschiedenen Bereichen konnte auf den geplanten Beizug von externen Dienstleistungen verzichtet und auf diese Weise insgesamt CHF 0.5 Mio. eingespart werden. In gleicher Grössenordnung konnte auch der Personalaufwand unter dem Voranschlag gehalten werden.   

Tiefere Steuereinnahmen bei natürlichen und juristischen Personen – Mehreinnahmen aus Sondersteuern

Die Einkommensteuern bei den natürlichen Personen in der Höhe von CHF 19.2 Mio. sind um CHF 1.7 Mio. tiefer ausgefallen als veranschlagt. Dieser Effekt ist eine massgebliche Folge der beiden Steuersenkungen um je 0.1 Steuereinheiten in den Jahren 2017 und 2018. Die im Umfang von CHF 1.2 Mio. höher als erwartet ausgefallenen Vermögenssteuern vermochten diesen Rückgang nicht vollumfänglich zu kompensieren.

Bei den juristischen Personen sind sowohl bei den Gewinn- als auch bei den Kapitalsteuern Mindereinnahmen gegenüber dem Voranschlag zu verzeichnen (Gewinnsteuern CHF -0.34 Mio., Kapitalsteuern CHF -0.07 Mio.).

Dank massgeblichen Mehreinnahmen bei den Sondersteuern (insbesondere Grundstücksgewinn-, Handänderungs- sowie Erbschafts- und Schenkungssteuern) von CHF 1.2 Mio. liegen die Gesamtsteuereinnahmen dennoch um knapp CHF 0.3 Mio. über dem Voranschlag.

Ergebnisverwendung: Zusatzabschreibungen und Vorfinanzierung

Aufgrund des guten Gesamtergebnisses von CHF 3.7 Mio. hat der Gemeinderat beschlossen, Zusatzabschreibungen in der Höhe von CHF 0.5 Mio. (Vorjahr CHF 1.1 Mio.) auf Sachanlagen vorzunehmen und CHF 3.0 Mio. als Einlage in die Vorfinanzierung für den Neubau des Sekundarschulhauses zu verwenden. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hatten am 9. Februar 2020 einem entsprechenden Kredit in der Höhe von CHF 24.39 Mio. zugestimmt.

Der verbleibende Ertragsüberschuss von CHF 260’000 wird dem Eigenkapital zugewiesen.

Investitionsvolumen deutlich höher als im Jahr 2019 aber tiefer als veranschlagt

Von den geplanten Bruttoinvestitionen im Umfang von CHF 8.1 Mio. konnten CHF 6.3 Mio. bzw. 78% realisiert werden. Die nicht ausgeführten Projekte im Umfang von CHF 1.8 Mio. betreffen u.a. Verzögerungen wegen Einsprachen, Teilausführungen und Verschiebungen von Projekten ins folgende Jahr. Im Vorjahr 2019 konnten von den geplanten Bruttoausgaben von CHF 9.9 Mio. 43.4% oder CHF 3.4 Mio. realisiert werden.

mg/pd