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Kultur
12.03.2021

«Erker»-Ausstellung wird verlängert

Bild: Stefan Rohner
Die Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen «Erker: Galerie – Edition – Verlag» wurde bis zum 21. November 2021 verlängert.

Die Erker-Galerie von Franz Larese (1927–2000) und Jürg Janett (1927–2016) steht für den Aufbruch einer weltoffenen Stadt St.Gallen. Exponenten des Expressionismus und der Klassischen Moderne waren die Basis ihrer Tätigkeit als Galeristen, welche seit 1958 in wegweisenden Ausstellungen zur Nachkriegsmoderne und einer grossartigen Fülle von Editionen und Büchern kulminierte. In der Erker-Galerie wurde in den 1960er und 1970er Jahren europäische Kunstgeschichte geschrieben.

Bild: Stefan Rohner

Die Idee, bedeutende Autoren mit wichtigen zeitgenössischen Kunstschaffenden in einen Dialog treten zu lassen, war äusserst fruchtbar. Der Kreis führender Kunstschaffender von Hans Arp bis Günther Uecker, die Reihe von Autoren und Philosophen von Friedrich Dürrenmatt bis Martin Heidegger, die mit der Erker-Galerie verbunden waren, sind legendär. Galerie, Presse und Verlag waren jenes Dreigestirn, das den ökonomischen Erfolg mit breiter künstlerischer Wirkung und intellektueller Brillanz verband.

Werke aus der privaten Sammlung von Franz Larese und Jürg Janett, die dem Kunstmuseum St.Gallen 2007 und 2017 geschenkt wurden, sind nun erstmals im Überblick zu sehen. Von Otto Dix und Hans Arp bis zu Antoni Tàpies, von Hans Hartung bis zu Günther Uecker wird die Nachkriegsmodernein ungeahnter Fülle im Kunstmuseum St.Gallen gegenwärtig sein: die Geschichte der Erker-Galerie von Franz Larese und Jürg Janett im Spiegel ihrer privaten Kunstsammlung.

Die Geschichte der Erker-Galerie ist sorgfältig archiviert und in grossartigen Fotografien von Franziska Messner-Rast und Franz Larese dokumentiert. Diese Aufnahmen begleiten die Meisterwerke der Nachkriegsmoderne und bilden eine der Leitlinien der Ausstellung. 

mg/pd