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Stadt St. Gallen
12.03.2021
12.03.2021 09:35 Uhr

Drei Afrikaner wegen Schändung schuldig gesprochen

Die Tat soll sich in einer Wohnung in der Stadt St.Gallen abgespielt haben. Bild: zvg
Zwei Somalier und ein Äthiopier mussten sich vor dem Kreisgericht St.Gallen wegen Schändung einer Frau verantworten. Nun wurden sie schuldig gesprochen.

Den beschuldigte wurde vorgeworfen in der Nacht vom 25. auf den 26. Juni 2018 in einer Wohnung in Stadt St.Gallen Alkohol und Kokain konsumiert zu haben. Mit dabei war eine Frau, die sie zuvor in der Stadt kennengelernt haben. Als sich die Frau stark angetrunken gefühlt hat und ihr übel gewesen sei, habe sie sich vollständig bekleidet auf die Matratze im Nebenraum gelegt.

Frau lag apathisch da

Etwas später habe sich einer der drei Männer auf die Matratze gelegt, sie vollständig ausgezogen und sei mit dem Finger in sie eingedrungen. Da die Frau Schmerzen verspürt habe, habe sie die Hand weggeschoben und sich weggedreht. Zu weiteren Reaktionen sei sie aufgrund ihres Zustandes nicht in der Lage gewesen.

Doch das schien einem der Männer egal und drehte die Frau immer wieder zu sich, betatschte, küsste und hat ungeschützten Geschlechtsverkehr an ihr vollzogen. Die Frau sei laut der Anklageschrift apathisch dagelegen. Danach kamen die beiden anderen Beschuldigten dazu und taten dasselbe mit der Frau. Wehren konnte sich das Opfer aufgrund ihrer Verfassung nicht. Die drei Beschuldigten sollen sich derart der Schändung in gemeinsamer Begehung sowie des mehrfachen Betäubungsmittelkonsums schuldig gemacht haben.

Vergewaltigung, Kokain und keine Aufenthaltsbewilligung

Bei den Männern, die aus Somalia und Äthiopien stammen, handelt es sich um keine unbeschriebene Blätter: Der jüngere Somalier soll zudem am Abend des 29. Dezember 2019 mit einem damals noch nicht 16-jährigen Mädchen gegen ihren Willen den Geschlechtsverkehr vollzogen haben, obwohl sie wiederholt erklärt haben soll, keinen sexuellen Kontakt zu wünschen und immer wieder gesagt habe, er solle aufhören, sie wolle das nicht. Er soll sich dadurch der Vergewaltigung und der sexuellen Handlung mit Kindern schuldig gemacht haben. Der zweite Somalier soll im Januar 2020 rechtswidrig ohne Aufenthaltstitel oder Visum in die Schweiz eingereist sein und im Juni 2020 einem Scheinkäufer der Stadtpolizei Kokaingemisch verkauft haben. 

Landesverweisung und Freiheitsstrafe

Am Donnerstag verurteilte das Kreisgericht St.Gallen den 31-jährigen Somalier wegen Schändung und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und einer Busse von 600 Franken. Es sprach eine Landesverweisung von fünf Jahren aus. Auch der 24-jährige Äthiopier erhielt eine Freiheisstrafe von sieben Jahren und eine Landesverweisung von zehn Jahren.

Der 25-jährige Somalier wurde wegen Schändung, sexuelle Handlungen mit einem Kind, Vergewaltigung und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren, einer Busse von 600 Franken und eine Landesverweisung von zehn Jahren verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft beantragte die Verurteilung von zwei der Männer zu einer Freiheitsstrafe von zehn, betreffend des dritten Beschuldigten die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren. Die Beschuldigten seien für 15 Jahre aus der Schweiz zu verweisen.

Das Urteil des Kreisgerichts St.Gallen ist noch nicht rechtskräftig.

mik