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16.07.2020

Deutsche Bordelle werben mit Tag der offenen Tür

Auf dem Gang des Bordells «Lauras Girls» in Karlsruhe ist ein Aufkleber mit der Aufschrift «Abstand halten, mind. 1,5 Meter» angebracht. Mit einem «Tag der offenen Tür» setzen sich mehrere Bordelle für ihre Wiedereröffnung in der Corona-Krise ein....
Deutschland – In ganz Deutschland haben Bordelle mit einem Tag der offenen Tür auf ihre schwierige Lage wegen der Corona-Krise aufmerksam gemacht. Die Einrichtungen für erotische Dienstleistungen könnten nach Überzeugung der Organisatoren unter Einhaltung strenger Hygieneregeln wieder öffnen.

Laura, Mitbetreiberin von "Lauras Girls" in Karlsruhe sagte am Donnerstag, sie müsse spätestens im September wieder öffnen, um wirtschaftlich überleben zu können. Ihren vollständigen Namen nennt die Unternehmerin nicht. Ihr Haus sei seit dem 14. März geschlossen. Durch die Schliessung der konzessionierten Einrichtungen werde die Prostitution wieder in den illegalen Bereich gedrängt. Die Unternehmerin forderte die Politik zu Gesprächen auf.

Es gibt keine verlässlichen Zahlen darüber, wie viele Menschen in Deutschland in der Sex-Branche arbeiten. Im Rahmen des Prostituiertenschutzgesetzes hatten sich bis Ende 2018 rund 32 800 Menschen offiziell angemeldet. Dort meldeten sich nach Angaben von Johanna Weber vom Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen allerdings nur diejenigen an, die es müssen, weil sie in Bordellen, Laufhäusern, Domina-Studios, Sauna-Clubs oder ähnlichen Einrichtungen arbeiten. Deutschland ist für seine liberalen Regelungen der Prostitution bekannt.

Keystone-SDA