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Stadt St.Gallen
24.11.2022
24.11.2022 12:40 Uhr

Nachtschicht im Kunstmuseum St.Gallen

The Boxer, Performance von Grace Schwindt mit Zainab Lascandri, Irina Ungureanu, Juliette Uzor, Federica Zanotti und Heinz Blöchlinger.
The Boxer, Performance von Grace Schwindt mit Zainab Lascandri, Irina Ungureanu, Juliette Uzor, Federica Zanotti und Heinz Blöchlinger. Bild: pd
Besucher der 25. Nachtschicht am Freitag, 9. Dezember, erwartet ab 19 Uhr neben Spätöffnung des Kunstmuseums St.Gallen ein Kunstgespräch mit Grace Schwindt und die Performance «The Boxer».

Die Nachtschicht, das Format des Kunstvereins für junge und junggebliebene Nachtschwärmer, startet dieses Mal bei einem Kunstgespräch mit Künstlerin Grace Schwindt und Kuratorin Nadia Veronese und mündet in die Performance "The Boxer".

Dieser liegt ein von der Künstlerin verfasstes Skript zugrunde, dem die Performer instinktiv folgen und es frei interpretieren. Bewegung, Klänge, Gesang, Geräusche folgen auf die dialogisch angelegte Performance. Der Eintritt ins Kunstmuseum inklusive Nachtschicht-Drink kostet 12 Franken; freier Eintritt für Mitglieder des Kunstvereins St.Gallen.

19 Uhr

Gespräch mit der Künstlerin Grace Schwindt und Kuratorin Nadia Veronese

Ab 20 Uhr

Performance «The Boxer» von Grace Schwindt mit Zainab Lascandri (Boxerin), Irina Ungureanu (Opernsängerin), Juliette Uzor (Tänzerin), Federica Zanotti (Schlagzeugerin) und Heinz Blöchlinger (Bodybuilder)

Zur Ausstellung «Defiant Bodies»

Die Plastikerin und Performancekünstlerin Grace Schwindt (*1979 Offenbach) verwendet für ihre Installationen raumgreifende Bühnenbilder mit theatralischen Elementen, skulpturalen Kostümen und Requisiten, die sich auf einen spezifischen Ort oder Schauplatz beziehen. Im Ausstellungsrundgang platziert sie skulpturale Körper sowie Arrangements und verwendet hierfür eine konzise Choreografie, die auf Themen wie Ausgrenzung, Zerstörung, Gewalt und Wandel, aber auch Fürsorge und Zuwendung beruht. Die Balance zwischen Fragilität und Stärke ist stets unbeständig.

Die Künstlerin untersucht, wie historische Ereignisse soziale Beziehungen formen und beeinflussen und wie Geschichtsschreibung und Erinnerung konstruiert werden. Gespräche, die sie mit unterschiedlichen Menschen, unter anderem Künstler, Aktivisten oder auch Familienmitgliedern führt, dienen oft als Ausgangspunkt für fiktionale Dialoge, die in disziplinübergreifenden Performances interpretiert und vorgetragen werden. Objekte und Zeichnungen erweitern das bühnenartige und performative Setting, das Grace Schwindt für die Präsentation im Kunstmuseum St. Gallen, ihre erste in einem Schweizer Museum, mit einer Aussenskulptur bis in den Stadtpark ausgreifen lässt.

pez/pd