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23.11.2022

Hauptsorgen: Klimawandel und Altersvorsorge

Neben der Sorge um den Klimawandel und seine Folgen kümmert die Schweizer fast genauso stark, wie sicher ihre Altersvorsoge noch ist.
Neben der Sorge um den Klimawandel und seine Folgen kümmert die Schweizer fast genauso stark, wie sicher ihre Altersvorsoge noch ist. Bild: KEYSTONE/DPA/BORIS ROESSLER
Am meisten Sorgen machen sich Schweizer um Klimawandel und Altersvorsorge. Danach folgen Energiefragen und die Beziehungen zur EU, während die Corona-Pandemie kaum mehr eine Rolle spielt. Das ist das Ergebnis des Sorgenbarometers der Credit Suisse.

Mit 39 Prozent ist die Belastung der Umwelt (Umweltschutz, Klimawandel, Umweltkatastrophen) die neue Top-Sorge der Schweiz, wie es in einer Mitteilung der Grossbank vom Mittwoch zur Veröffentlichung des Sorgenbarometers 2022 hiess.

Die Covid-19-Pandemie – Spitzenreiter in den Jahren 2020 (51 Prozent) und 2021 (40 Prozent) – ist mit noch 13 Prozent zu einem Alltagsproblem geworden und aus den fünf Top-Sorgen verschwunden. Das Thema AHV/Altersvorsorge rangiert mit 37 Prozent auf dem zweiten Platz.

Die Stimmbevölkerung der Schweiz blickt mit deutlich weniger Optimismus in die wirtschaftliche Zukunft. Dabei geht es laut der Umfrage nicht in erster Linie um die Angst, den eigenen Job zu verlieren. Im Gegenteil: die Arbeitslosigkeit fällt erstmals seit 1988 aus den Top 10 der grössten Sorgen.

Vielmehr geht es um die Unsicherheit, ob und wie die Versorgung des Landes und der Erhalt des gewohnten Lebensstandards unter den aktuellen Voraussetzungen mit zahlreichen Krisen garantiert werden kann.

Zwei Jahre Corona-Pandemie und mehr als ein halbes Jahr russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine haben Europa und die Sicht der Schweiz auf die Europäische Union verändert: 32 Prozent der Stimmbürger sind der Ansicht, dass die Ereignisse der letzten zwölf Monate die EU gestärkt haben. Auch finden 52 Prozent, der Krieg in der Ukraine habe Europa insgesamt als Wertegemeinschaft zusammengeschweisst.

Für das Sorgenbarometer 2022 befragte das Forschungsinstitut gfs.bern zwischen Juli und August 1774 Stimmberechtigte in der ganzen Schweiz. Der statistische Stichprobenfehler liegt bei ±2,3 Prozentpunkten.

sda/stgallen24