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Kanton
28.09.2022

Steuersenkung oder mehr Mittel für die Prämienverbilligung

Die bürgerliche Mehrheit im St.Galler Kantonsrat könnte in der kommenden Novembersession eine Steuersenkung für 2023 durchsetzen. (Symbolbild)
Die bürgerliche Mehrheit im St.Galler Kantonsrat könnte in der kommenden Novembersession eine Steuersenkung für 2023 durchsetzen. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock
Nach der Präsentation des Budgets für 2023 am Mittwochvormittag haben die Fraktionen von FDP, Mitte-EVP und SVP gemeinsam eine Steuersenkung verlangt. Die SP fordert hingegen mehr Mittel für die Prämienverbilligung.

Die drei Fraktionen von FDP, Mitte-EVP und SVP haben sich wie immer in letzter Zeit bei finanzpolitischen Fragen bereits vor dem parlamentarischen Prozess auf eine konkrete Forderung geeinigt: In einem gemeinsamen Communiqué verlangen sie für 2023 eine Steuersenkung um fünf Prozentpunkte.

«Wirtschaftsstandort stärken»

Die Entlastung stärke den Wirtschaftsstandort. Die höheren Energiekosten sowie die steigenden Lebenshaltungskosten belasteten die Haushaltsbudgets. «Tiefere Steuern bedeuten mehr Geld im Portemonnaie am Ende des Monats», argumentieren die drei Fraktionen, die zusammen 86 der 120 Sitze im Kantonsrat besetzen.

Am Mittwochvormittag hatte Finanzchef Marc Mächler (FDP) das Budget des Kantons für 2023 mit einem nur noch kleinen Minus präsentiert. Dazu wird die Rechnung 2022 voraussichtlich um 214 Millionen Franken besser abschliessen als veranschlagt. Am Steuerfuss von 110 Prozent will die Regierung festhalten.

Gezielte Entlastungen

Andere Vorstellungen für die Verwendung der Mittel hat die SP-Fraktion. Eine Steuersenkung lehnt sie ab. Stattdessen brauche es gezielte Entlastungen für Personen mit tiefen und mittleren Einkommen, heisst es in einer Mitteilung.

Die SP verlangt, dass mehr Mittel für die Prämienverbilligung eingesetzt werden. Notwendig sei aber auch die Unterstützung von Personen und Familien, die aufgrund der steigenden Energiepreise nicht mehr in der Lage seien, die Lebenshaltungskosten zu tragen. Weiter fordert die Fraktion für das Staatspersonal den vollen Ausgleich der Teuerung von 3,5 Prozent. Die Regierung sieht hingegen einen Ausgleich um 1,7 Prozent vor.

sda/stgallen24