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Wittenbach
24.09.2022
23.09.2022 13:05 Uhr

Wittenbach plant attraktives Bahnhofquartier

Bild: Olivier Tanner (www.schienenverkehr-schweiz.ch)
Beim Bahnhofquartier ist ein Grossprojekt angedacht, bei dem vier verschiedene Grundeigentümer und die Gemeinde involviert sind. Ein Gesamtkonzept soll dabei das Entwicklungspotenzial des Verkehrs, der Frei- und der Wohnräume aufzeigen.

Das Bahnhofquartier wird seiner Bedeutung als Ankunfts- und Abfahrtsort nicht gerecht. Das Quartier westlich des Bahnhofs weist Defizite in der Ausgestaltung der Freiräume aus, es bestehen keine einladenden Aufenthaltsmöglichkeiten und die Liegenschaften sind etwas in die Jahre gekommen. Das Quartier weist Entwicklungspotenzial auf.

Dies hat auch die Gemeinde erkannt und die Weiterentwicklung des Bahnhofquartiers im Gemeindeentwicklungskonzept als Ziel festgehalten. Vier Grundeigentümer und die Gemeinde ziehen am gleichen Strang und wollen die Entwicklung des Bahnhofquartiers angehen.

Bahnhof als Verkehrshub

Gemäss dem Agglomerationsprogramm St.Gallen-Bodensee soll der Bahnhof Wittenbach künftig als regionaler Mobilitätshub dienen – also als Verkehrsdrehscheibe. Diese zeichnet sich aus durch eine attraktive Vernetzung der verschiedenen Verkehrsarten, wie öffentlicher Verkehr, Fuss- und Veloverkehr, motorisierter Individualverkehr und Sharing-Angebote. Einkaufs-, Dienstleistungs- und Gastroangebote sowie eine attraktive Raumgestaltung schaffen weiteren Mehrwert.

Um die Umsetzung des Verkehrshubs anzugehen, ist eine Umgestaltung des Bahnhofplatzes nötig. Der Bau des HUB am Bahnhof ist eine Gemeindeaufgabe und wird durch Gelder aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes unterstützt.

Grundeigentümer spannen zusammen

Im Zuge dieser Entwicklung möchten verschiedene Grundeigentümer ihre Immobilien am Bahnhof neu ausrichten. Die vier Grundeigentümer UBS Fund Management (Switzerland) AG, Asga Pensionskasse Genossenschaft, St.Galler Pensionskasse und die Schweizerische Südostbahn AG haben sich deshalb zu einem Steuerungsausschuss zusammengeschlossen, in dem auch die Gemeinde als Eigentümerin der Strassen und kleineren Parzellen Einsitz hat. Das Ziel ist die Erarbeitung eines städtebaulichen Grundkonzepts für das Grossprojekt. Bei der Planung des Wohnungsbaus ist die Gemeinde finanziell nicht involviert.

Wohnschwerpunkte

Der Mobilitätshub auf dem Bahnhofareal soll durch urbanen Wohnraum ergänzt werden. Dabei stehen attraktive Kleinwohnungen für Menschen, die den öffentlichen Verkehr bevorzugen, wie zum Beispiel Pendler, Senioren, Paare etc. im Fokus. Die Lage am künftigen Verkehrshub lässt auch kleinere Gewerbeflächen, insbesondere im Bereich Food und Verpflegung, für Pendelnde und Umsteigende zu.

Ziele des neuen Quartiers

Mit dem Projekt am Bahnhof Wittenbach soll ein neues, gesamtheitliches Bahnhofsquartier entstehen, das mit dem öffentlichen Verkehr lebt und Teil des neuen belebten Zentrums von Wittenbach wird. Es werden dabei folgende Ziele angestrebt:

  • Verkehrsdrehscheibe mit optimalen Umsteigemöglichkeiten
  • Stärkung des öffentlichen Verkehrs und Vernetzung alternativer ökologischer Fortbewegungsmittel am Verkehrshub
  • Vielfältiger Wohnraum in unmittelbarer Umgebung des Bahnhofes
  • Ein öffentlicher Raum, der als attraktiver Ankunfts- und Abfahrtsort wahrgenommen wird und zum Verweilen einlädt
  • Reduktion der Sichtbarkeit des Privatverkehrs
  • Integration des öffentlichen Verkehrs in einen Stadtraum

Vorgehen

Das städtebauliche Gesamtkonzept soll die Ideen des Steuerungsausschusses für die Verkehrs- und Freiraumgestaltungen sowie für die räumliche Entwicklung des Bahnhofgebietes aufzeigen. Dabei handelt es sich um ein Generationenprojekt, welches etappiert in den nächsten 15 bis 20 Jahren umgesetzt werden kann. Die Ergebnisse werden der Bevölkerung im Herbst 2022 unter anderem an der Bürgerinfo vorgestellt.

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