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Stadt St.Gallen
13.09.2022

«Tag der offenen Tür» bei Kleika

Kleika-Geschäftsleiterin  Sandra  Frei
Kleika-Geschäftsleiterin Sandra Frei Bild: pfarreiforum.ch
Neu finden bei Kleika Arbeitslosenprojekte an der Lindenstrasse 61 nebst Frauen auch Männer einen zeitlich begrenzten Arbeitsplatz. Liegen im Erdgeschoss wie bisher Verkaufslokal und Atelier, gibt es im 1. Stock nun eine neue Werkstatt und mehr Platz für Jobcoaching und Bildung. Am 23. und 24.September feiert Kleika das mit zwei Tagen der offenen Tür.

Eine neue Werkstatt, Räume fürs Jobcoaching, ein Zimmer mit Computern sowie ein Seminarzimmer für Weiterbildungen: Geschäftsleiterin Sandra Frei führt durch die neuen Räume von Kleika-Arbeitslosenprojekte an der Lindenstrasse in St.Fiden. «Wir haben uns massiv entwickelt. Wir haben unseren Betrieb dank des neuen Konzepts und Umbaus professionalisiert. Wir können nun fast doppelt so viele Teilnehmer in unser Programm aufnehmen», sagt sie.

Von den neuen Räumen im 1. Stock geht es hinunter ins Atelier und ins Verkaufslokal

Dort gibt es nebst Second- und Firsthand-Kleidern auch Schreibmappen, Taschen, Etuis etwa aus Blachen von Baustellen sowie Küchenbrettchen im Verkauf. Das sind einige der Produkte, die die Teilnehmer bei Kleika selbst anfertigen. «Bei den Materialien, die wir verwenden, handelt es sich meist um Spenden wie Blachen, Werbeplakate, Fahnen und Reste von St.Galler Textilien», sagt Sandra Frei über die Unikate.

Im Laden, im Atelier oder in der Werkstatt finden erwerbslose Personen eine Möglichkeit, im Rahmen eines zeitlich begrenzten Arbeitsplatzes ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Zugewiesen werden die Teilnehmer jeweils vom Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV). Im Vorstand des Vereins Kleika sind unter anderem der Katholische Frauenbund St.Gallen-Appenzell sowie die Bischöfliche Kanzlei St.Gallen vertreten.

Gegründet wurde Kleika 1994 von Vertretern der beiden Landeskirchen

Nebst der eigentlichen Suche nach einer Arbeitsstelle erhalten die Teilnehmer bei Kleika Unterstützung etwa beim Verfassen ihrer Lebensläufe und Bewerbungsschreiben, beim Üben von Vorstellungsgesprächen und sie lernen wie sie ihre Kompetenzen in ihre Biografie einfliessen lassen können und nehmen bei Bedarf in Kleingruppen an Aida-Sprachkursen teil.

Zum Ausbau der Kleika-Räume ist es gekommen, weil das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit den Auftrag für ein solches Projekt regelmässig neu ausschreibt. Zuletzt war das im vergangenen Jahr der Fall. Zu den Auflagen gehörte, dass das Projekt Platz für 45 Teilnehmer bieten und sich gleichermassen für Frauen und Männer eignen müsse.

«Das war der Grund für uns, uns mit einem neuen Konzept zu bewerben», sagt Sandra Frei. «Und da wir nur Platz für 25 Frauen hatten, war klar, dass wir uns auch neu ausrichten und weitere Bereiche wie die Werkstatt würden aufbauen wollen.»

Durch die Erweiterung bei Kleika sind sieben neue Stellen für Mitarbeiter hinzugekommen

Einer von ihnen ist Maurizio Heeb, Fachleiter in der Werkstatt, der mit zwei Teilnehmern gerade an Wohnzimmertischen arbeitet. Im Regal stapeln sich zudem Küchenbrettchen. «Wir probieren derzeit aus, welche Produkte sich im Laden gut verkaufen. Ausserdem stellen wir auf Bestellung auch verschiedene Dinge wie Kindermöbel her», sagt er.

Rückmeldungen, wie das neue Konzept von Kleika ankommt, erhofft sich Sandra Frei auch von den Tagen der offenen Tür am 23. und 24.September an der Lindenstrasse 61. Dann sind alle Interessierten eingeladen, sich die neuen Räume anzuschauen, sich mit Mitarbeitern und Teilnehmern auszutauschen, etwas zu essen oder zu trinken und in den Schätzen im Verkaufs- lokal zu stöbern.

Infos unter: kleika.ch

Bild: pfarreiforum.ch
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pfarreiforum.ch/stgallen24