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Zufriedene Zürcher trotz magerem Lohn

Blerim Dzemaili ballt die Faust - und ist angetan vom Auftritt seines Teams
Blerim Dzemaili ballt die Faust - und ist angetan vom Auftritt seines Teams Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Europa League – Dem FC Zürich gelingt im Hinspiel gegen die Heart of Midlothian "die beste Leistung in dieser Saison", wie Blerim Dzemaili sagt. Das 2:1 ist ein geringer Lohn, aber das Selbstvertrauen wächst.

Am letzten Sonntag erzürnte der FCZ mit einer unterirdischen ersten Halbzeit gegen Winterthur und dem bescheidenen 1:1 beim Aufsteiger seinen Anhang. Vier Tage später verdiente er sich den Support der Fans an der Pforte zur Gruppenphase der Europa League mit einer guten Leistung im St. Galler Exil zurück. Mit einem Wermutstropfen allerdings, der in einer Woche in Edinburgh zum Faktor werden könnte.

"Das war die beste Leistung in dieser Saison", sagte Blerim Dzemaili, der in der 34. Minute das siegbringende 2:1 erzielt hatte. Und lieferte seine Erklärung für die markante Leistungssteigerung: "Uns war bewusst: Wie in Winterthur dürfen wir uns nicht präsentieren - nie! Wir wussten also, dass wir das wieder gutmachen müssen. Manchmal braucht es sozusagen eine Ohrfeige, damit du aufwachst." Franco Foda zeigte sich trotz des mageren 2:1-Lohns ähnlich glücklich. "Das war eine gute Leistung, ein verdienter Sieg. Wir können zufrieden sein."

Voreilig sollten sich die schwach in die Saison gestarteten Zürcher nicht zufrieden geben. Zwar liessen sie auf den Tiefpunkt den vorläufigen Höhepunkt folgen - aber einen, der noch nichts einbringt. Das 2:1 ist eine gefährlich kleine Marge. "Das war unser Manko: dass wir in der zweiten Halbzeit die Chancen auf das dritte Tor vergaben", befand Foda. "Das einzige, was wir besser hätten machen müssen, ist das dritte Goal zu erzielen", meinte Dzemaili.

Wegen dieses Mankos müssen die Zürcher nach der Pflicht im Cup gegen Cham in Schottland mit einer ähnlichen Performance nachlegen. In Edinburgh wird Fodas Mannschaft am nächsten Donnerstag auf dem Platz nicht nur gegen elf bis in die Haarspitzen motivierte Schotten antreten, sondern auch gegen fast 20'000 frenetische Fans. Etwas, das Foda nicht einschüchtert: "Wir wissen, was uns erwartet, und darauf freuen wir uns."

Keystone-SDA