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Gaiserwald
20.08.2022
20.08.2022 11:02 Uhr

Gaiserwalder Finanzplanung mit hohem Investitionsvolumen

Bild: Matilda Good
Die Finanzplanung der nächsten fünf Jahre weist für den Gemeindehaushalt Defizite in der Höhe von rund neun Millionen Franken aus. Sie können durch die vorhandenen Reserven gedeckt werden. Der Steuerfuss soll während des Planungszeitraums unverändert bleiben.

Der Finanzplan versteht sich als rollende Planung und deckt einen Horizont von fünf Jahren ab. Ein wesentlicher Bestandteil des Finanzplans ist die Abschätzung des künftigen Steueraufkommens. Die jährlich wiederkehrenden Einnahmen und Ausgaben sowie die Kosten laufender und neuer Projekte in den nächsten fünf Jahren werden ebenfalls möglichst zuverlässig ermittelt.

Da der Finanzplan auf einer Reihe von Annahmen basiert, ist er jedoch immer mit Unsicherheiten behaftet. Ein Blick auf die Finanzplanungen der vergangenen Jahre und die dann effektiv eingetretenen Jahresabschlüsse zeigt, wie schwierig die Prognose ist. Viele Faktoren, welche nicht im Einflussbereich der Gemeinde liegen, lassen sich nicht zuverlässig vorhersagen.

Defizite können gedeckt werden

Bei der wichtigsten Einnahmenquelle, den Einkommens- und Vermögenssteuern der Einwohner, wird in den nächsten fünf Jahren mit einer moderaten Zunahme und gleichbleibendem Steuerfuss gerechnet. Die Reserven (kumulierte Ergebnisse der Vorjahre) betragen per Ende des Jahres 2021 23,5 Millionen Franken.

Die Defizite in der Höhe von total rund neun Millionen Franken können durch die vorhandenen Reserven gedeckt werden. Die finanzielle Basis der Gemeinde ist weiterhin solid.

Hoher Investitionsbedarf bei Schulen

Für die Schule zeichnet sich aufgrund der Ergebnisse aus dem Projekt für die Schulraum- und Investitionsplanung 2020-2035 in den nächsten Jahren ein hohes Investitionsvolumen ab. Dementsprechend tief liegt der Eigenfinanzierungsgrad und der Aufwand für Zinsen und Abschreibungen steigt deutlich an.

Ein weiterer Schwerpunkt bei den Investitionen liegt bei den Gewässern. Bei diesen Projekten geht es insbesondere um die Behebung der Hochwassergefahren in Abtwil. Neu in der Finanzplanung enthalten ist die allfällige Erweiterung der Sportanlage Spiserwis in Abtwil mit einem zusätzlichen Kunstrasenfeld und die Sanierung beziehungsweise der Neubau der Garderobengebäude.

pez/pd