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16.08.2022

Oder: 97,95 Tonnen tote Fische geborgen

Tote Fische haben sich im deutsch-polnischen Grenzfluss Westoder, nahe dem Abzweig vom Hauptfluss Oder, auf der Wasseroberfläche gesammelt. Foto: Patrick Pleul/dpa
Tote Fische haben sich im deutsch-polnischen Grenzfluss Westoder, nahe dem Abzweig vom Hauptfluss Oder, auf der Wasseroberfläche gesammelt. Foto: Patrick Pleul/dpa Bild: Keystone/dpa/Patrick Pleul
Deutschland – Die polnische Feuerwehr hat nach eigenen Angaben bislang fast hundert Tonnen toter Fische aus der Oder und dem kleineren Fluss Ner geborgen.

Insgesamt seien es 97,95 Tonnen, sagte die Sprecherin der Feuerwehr-Hauptverwaltung am Dienstag in Warschau. Der Grossteil entfalle dabei auf die verendeten Fische aus der Oder.

Der Ner ist ein kleiner Fluss, der südlich von Lodz entspringt und in die Warthe mündet. Er hat keine Verbindung zur Oder. Seit ein paar Tagen sind auch im Ner tote Fische entdeckt worden. Die Ursache für das Fischsterben dort ist unbekannt - ebenso wie für die Naturkatastrophe in der Oder.

Auch südlich der Hafenstadt Stettin nahe der deutschen Grenze sind mittlerweile nach Angaben polnischer Behörden in Kanälen, die mit der Oder verbunden sind, tote Fische gefunden worden. Dies bedeute, dass sich die verseuchten Wassermassen auf Stettin zubewegten, sagte der Chef der Gebietsadministration für die Woiwodschaft Westpommern, Zbigniew Bogucki, am Dienstag.

Nördlich von Stettin liegt das Stettiner Haff. Die Oder mündet in das Haff mit einer Grösse von rund 900 Quadratkilometern. Es gehört zu zwei Dritteln zu Polen, der Rest zu Deutschland. Von dort verlaufen Wasserverbindungen zur Ostsee.

Keystone-SDA