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Sport Regional
06.08.2022
06.08.2022 23:43 Uhr

FCSG verliert nach 2:0-Führung

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Bild: FCSG
Obwohl die St.Galler früh mit 2:0 führten, verloren sie schlussendlich mit 2:3 gegen die Grasshoppers. Ab der 45. Minute ging das Spiel für die St.Galler bergab.

Ein Abend zum vergessen. Jedenfalls ab der 45. Minute, denn bis dahin lag der FC St.Gallen auf Siegeskurs. Die erste Viertelstunde war sogar exzellent mit zwei schnellen und schön herausgespielten Toren von Emmanuel Latte Lath und Fabian Schubert. Nach dem 2:0 deutete gar nichts darauf hin, dass die Espen dieses Spiel noch aus der Hand geben könnten, die grünweisse Welle fegte wie ein Tsunami durch den Letzigrund. Auch GC-Trainer Giorgio Contini sagte an der Medienkonferenz, dass sie Glück gehabt hätten, dass der FCSG nicht noch das 3:0 und das 4:0 nachgelegt habe.

Stattdessen gelang den Gastgebern in der 20. Minute der Anschlusstreffer, der GC in dieser Partie am Leben hielt. Dennoch hatten die St.Galler Spiel und Gegner mehrheitlich gut unter Kontrolle, bis eben die ersten 45 Minuten vorbei waren und die eine Minute Nachspielzeit begann. Auch diese war schon vorbei und ein scheinbar letzter Angriff der Hoppers von Matej Maglica mit viel Einsatz abgewehrt, bis Ndenge am Samstagabend noch einen Sonntagsschuss auspackte. Ausgleich in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit.

Doch dieser Nackenschlag habe seine Mannschaft nicht demoralisiert, sagte der FCSG-Trainer Peter Zeidler. Der FC St.Gallen hatte weiterhin gute Torchancen, etwa durch Julian von Moos (50.) und durch Sutter (55.). Drei Minuten später zappelte dann der Ball im Netz, aber Julian von Moos startete einige Zentimeter zu weit vorne, wie hinterher der VAR bestätigte. Und die Nummer 11 zeigte in der 65. Minute seine Schnelligkeit bei einem Konter. Nach einem tollen Pass von Christian Witzig in den Lauf von Julian von Moos überlief dieser Kawabe, doch der Japaner konnte doch noch in extremis eingreifen. Der Ball blieb bei von Moos, ein Pass links rüber zum mitgelaufenen Schubert, doch dessen Schuss wehrte Moreira ab.

Bei so vielen Chancen schien es nur eine Frage der Zeit, bis ein Tor fällt. Dieses fiel auch vier Minuten nach der Doppelchance durch von Moos und Schubert, aber leider auf der falschen Seite. Nach einem Eckball brachten die Espen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, und Ndenge schoss sein zweites Tor an diesem Abend. Es sollte das letzte in dieser Partie bleiben, obwohl die St.Galler bis zum Ende kämpfte und das 3:3 suchten. Doch die Hoppers verzögerten das Spiel und nahmen so auch das Tempo raus.

Raus musste dann auch noch Lawrence Ati Zigi nach einer Szene in der 97. Minute. Es gab einen Freistoss für den FCSG, den der Goalie ausführen wollte und Anlauf nahm. Von hinten kam Pusic herangeschlichen, spitzelte den Ball weg, sodass Zigi nicht den Ball, sondern den GC-Spieler traf. Keiner war überrascht, dass Schiedsrichter Piccolo dem Zürcher Gelb zeigte, doch er wertete die Aktion von Lawrence Ati Zigi als Tätlichkeit. Ein Entscheid, den nicht nur Peter Zeidler an der Medienkonferenz als zu hart taxierte.

Telegramm und Rangliste

Grasshoppers - St.Gallen 3:2 (2:2)

6678 Zuschauer. - SR Piccolo. - Tore: 5. Latte Lath (Guindo) 0:1. 12. Schubert (Von Moos) 0:2. 20. Momoh (Bolla) 1:2. 45. Ndenge (Dadaschow) 2:2. 69. Ndenge (Momoh) 3:2.

Grasshoppers: Moreira; Loosli, Margreitter (90. Ribeiro), Seko; Ndenge; Bolla, Abrashi (63. Herc), Kawabe, Schmid; Momoh (76. Pusic), Dadaschow (90. Shabani).

St. Gallen: Ati-Zigi; Sutter, Stillhart (84. Stergiou), Maglica, Guindo; Quintilla; Görtler (73. Schneider), Witzig (73. Guillemenot); Schubert (84. Karlen); Von Moos, Latte Lath (76. Besio).

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Morandi, Hoxha und Jeong (alle verletzt). St Gallen ohne Akolo und Kempter (beide verletzt). 96. Rote Karte gegen Ati-Zigi (Tätlichkeit). Verwarnungen: 15. Bolla (Foul), 17. Maglica (Foul), 34. Witzig (Foul), 86. Margreitter (Foul), 96. Pusic (Ballwegschlagen).

Rangliste: 1. Servette 4/8 (3:1). 2. Young Boys 3/7 (8:1). 3. Grasshoppers 3/7 (6:4). 4. St. Gallen 4/6 (6:4). 5. Sion 3/4 (3:5). 6. Lugano 3/3 (7:6). 7. Basel 2/2 (2:2). 8. Luzern 1/1 (0:0). 9. Zürich 3/1 (0:6). 10. Winterthur 4/1 (2:8).

sda/stgallen24