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Stadt St.Gallen
28.06.2022

«Boppi-Wiese» sorgt weiterhin für Diskussionen

Durch die Verkleinerung der Wiese werden  Turniere wie der Bögglercup verunmöglicht
Durch die Verkleinerung der Wiese werden Turniere wie der Bögglercup verunmöglicht Bild: Petition Boppi-Wiese
Das Schulhaus Boppartshof soll einen Neubau für die Tagesbetreuung erhalten. Doch die Wiese vor dem Schulhaus sorgt für Diskussionen und Unmut im Quartier. Nun wird am Donnerstagabend zu diesem Thema informiert und debattiert.

Das Schulhaus Boppartshof benötigt mehr Raum für die Tagesbetreuung. Dafür wurde ein Projektwettbewerb für einen Neubau durchgeführt – das Projekt «Foglia» konnte diesen für sich entscheiden. Doch das passt nicht allen: Ein Teil der Quartierbewohner wehrt sich nun gegen die Verkleinerung der «Boppi-Wiese». 

«Die Wiese soll erhalten bleiben»

Dazu gehört auch Quartiervereinspräsident Stevan Dronjak – er vertritt die Interessen des Quartiervereins: «Die Boppi-Wiese darf nicht kleiner werden.» Grund für den Protest sei unter anderem, dass das Quartier in die Planung nicht mit einbezogen wurde, so Dronjak gegenüber stgallen24.

«Grundsätzlich stört das Projekt ‹Foglia› nicht – der Standort ist das Problem.» Wenn es nach der Stadt ginge, würde die Wiese rund ein Drittel kleiner werden, wenn der Neubau am geplanten Standort realisiert wird. «Die Wiese soll erhalten bleiben», sagt Dronjak.

Laut dem Quartiervereinspräsident würde es auch alternative Standorte geben. «Beispielsweise wäre es möglich, das Projekt am momentanen Standort der Tagesbetreuung umzusetzen. Die Stadt zeigt sich allerdings nicht kompromissbereit.»

Diskussionsrunde am Donnerstag

Nun finden am Donnerstag, um 19 Uhr, in der Aula der Primarschule Boppartshof eine Informationsveranstaltung und eine Podiumsdiskussion statt. Zu Beginn erläutern die beiden Stadträte Markus Buschor und Mathias Gabathuler das Projekt «Foglia». Danach debattieren Befürworter und Gegner über den Standort des Neubaus. Moderiert wird das Gespräch durch die «Tagblatt»-Redaktorinnen Julia Nehmiz und Marlen Hämmerli.

Einig werde man sich wahrscheinlich nicht, so Dronjak weiter. «Der Unmut aus dem Quartier ist zu gross und die Stadt beharrt auf ihrem Vorschlag.» Man werde schauen, was die Stadt an der Podiumsdiskussion erzählt und was schlussendlich rauskommt. «Wird man sich nicht einig, kommt es am Ende wahrscheinlich zu einer Initiative.»

pez/stgallen24