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Stadt St.Gallen
26.06.2022
26.06.2022 16:15 Uhr

Ein beeindruckendes Quartett

Mikheil Sheshaberidze
Mikheil Sheshaberidze Bild: leaderdigital.ch
Für Verdis Werk auf dem Klosterhof schlüpft Ania Jeruc in die Rolle von Giovanna d’Arco, Mikheil Sheshaberidze gibt den Carlo VII, Evez Abdulla wird zu Giacomo und Maxim Kuzim-Karavaez zu Talbot. Hinter den Namen stecken vier begnadete Opernsänger, die bereits auf den grossen Bühnen Europas standen.

Carlo VII: Mikheil Sheshaberidze

Geboren in Kaspi/Georgien, absolvierte Mikheil Sheshaberidze sein Gesangsstudium in Tiflis am Konservatorium Vano Sarajishvili und schloss dieses 2006 ab. Danach besuchter der Tenor die Meisterklasse der amerikanischen Sopranistin Lella Cublerli und Kurse an der Accademia Internazionale di Canto – Renata Tebaldi und Mario del Monaco in Pesaro. Sheshaberidze trat bereits auf den renommiertesten Konzertbühnen Europas auf und arbeitete mit den berühmtesten Dirigenten und Regisseuren zusammen. Dabei wurde er u. a. zu Pinkerton in Madama Butterfly, Don José in Carmen, Cavaradossi in Tosca, Roberto in Le Villi, Foresto in Attila oder Don Alvaro in La forza del destino. Nun verkörpert der junge Tenor in Verdis Oper auf dem Klosterhof den französischen König Carlo Vll.

Ania Jeruc Bild: leaderdigital.ch

Giovanna d’Arco: Ania Jeruc

Sopranistin Ania Jeruc sorgte erst kürzlich als Violetta in La traviata für Begeisterungsstürme. Ihr professionelles Debüt gab Jeruc 2012 als Pamina in Die Zauberflöte für die Wexford Festival Opera. Seitdem war die Polin auf unzähligen Bühnen in ganz Europa unterwegs, gab ihr Konzertdebüt im Nationaltheater in Warschau und nahm an Meisterklassen und Kursen in Hamburg, Wien und London teil. Die Sopranistin ist Preisträgerin des Gerard Arnhold Awards und wurde als Pamina beim Wexford Festival Opera 2012 als beste Nachwuchssängerin ausgezeichnet.

An den St.Galler Festspielen verkörpert Ania Jeruc die Figur der Giovanna – nicht als heldenhafte, jungfräuliche Kriegerin, die am Ende einen glorreichen Märtyrertod auf dem Scheiterhaufen stirbt, sondern als eine tiefreligiöse, verletzliche junge Frau, die durch ihre Liebe zum französischen König Carlo in einen tiefen Gewissenskonflikt gestürzt wird. Jeruc, die aus Olecko stammt, ist bekannt für ihre facettenreiche Stimme, die sie vom lyrischen Kern bis zur Dramatik perfekt beherrscht und die jedes Publikum in ihren Bann zieht.

Evez Abdulla Bild: leaderdigital.ch

Giacomo: Evez Abdulla

Evez Abdulla studierte an der Akademie in Baku und wurde anschliessend Mitglied der Nationaloper Aserbaidschans. Seit 2010 singt der Bariton vor allem in Europa und gastierte zunächst als Germont in La traviata in Riga, als Macbeth in Lyon und als Ruprecht in Prokofjews Der feurige Engel an der Komischen Oper Berlin. Zu seinen jüngsten Engagements zählen La traviata (Germont) in Glyndebourne, Nabucco (Nabucco) und Luisa Miller (Miller) in Stuttgart sowie Der feurige Engel (Ruprecht) in Düsseldorf. Zudem debütierte er an der Staatsoper Berlin als Grjasnoj in Die Zarenbraut von Rimski-Korsakow und in Basel als Don Carlo in La forza del destino. Am Nationaltheater Mannheim war Abdulla unter anderem als Enrico in Lucia di Lammermoor, Renato in Un ballo in maschera und als Don Carlo in Ernani zu erleben. Ausserdem konzertierte er mit dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam in der Uraufführung der Nassimi-Passion von Franghiz Ali-Zadeh. Für Giovanna d’Arco schlüpft der Bariton in die Figur des Giacomo, des Vaters der Titelheldin.

Maxim Kuzmin-Karavaev Bild: leaderdigital.ch

Talbot: Maxim Kuzmin-Karavaev

Seine Stimme wird als attraktiv, vollständig, ernsthaft und voller Präsenz und Charakter beschrieben. Maxim Kuzmin-Karavaev (Bass) studierte am Moskauer Konservatorium und am Opernzentrum Galina Wischnewskaja. Er absolvierte Meisterklassen unter anderem bei Riccardo Muti und Mirella Freni. Gastengagments führten ihn an Häuser wie die Opéra de Lyon, das Grand Théâtre de Genève, das Bolschoi-Theater in Moskau und die Staatsoper Hamburg. Durch seine Konzerttätigkeit trat er im Opernhaus Kolobov Novaya in Moskau und der Grossen Halle des Moskauer Konservatoriums auf. Zu Kuzmin-Karavaevs Repertoire gehören unter anderem Don Alfonso in Così fan tutte, Graf Rodolfo in La sonnambula, Don Basilio in Il barbiere di Siviglia, Mephistophélès in Faust, Frère Laurent in Roméo et Juliette, Ramfis in Aida, König Marke in Tristan und Isolde und Uberto in La serva padrona. An den St.Galler Festspielen 2022 ist Maxim Kuzmin-Karavaev als der englische Kommandeur Talbot zu sehen.

Dieser Text ist aus der LEADER-Sonderausgabe «St.Galler Festspiele 2022». Die LEADER-Herausgeberin MetroComm AG aus St.Gallen betreibt auch stgallen24.ch und rheintal24.ch. Die St.Galler Festspiele finden vom 24. Juni bis zum 8. Juli 2022 statt.

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