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25.05.2022

Ukrainischer Filmemacher protestiert

Filmemacher des Films "Butterfly Vision" und Festivalbesucher nehmen an einer Demonstration teil und halten ein Transparent mit der Aufschrift "Russen töten Ukrainer". Finden Sie es anstößig oder beunruhigend, über diesen Völkermord zu sprechen?" ...
Filmemacher des Films "Butterfly Vision" und Festivalbesucher nehmen an einer Demonstration teil und halten ein Transparent mit der Aufschrift "Russen töten Ukrainer". Finden Sie es anstößig oder beunruhigend, über diesen Völkermord zu sprechen?" ... Bild: Keystone/AP/Petros Giannakouris
Frankreich – Ein ukrainischer Filmemacher hat seinen Auftritt bei den Filmfestspielen in Cannes am Mittwoch für politischen Protest genutzt.

Mit seinem Team lief Maksim Nakonechnyi am Mittwoch zum Geräusch von Sirenen zur Premiere seines Films "Butterfly Vision". Anschliessend entrollten die Beteiligten ein Banner mit der Aufschrift: "Russians kill Ukrainians. Do you find it offensive or disturbing to talk about this genocide?" (etwa: Russen töten Ukrainer. Finden Sie es anstössig oder verstörend, über diesen Genozid zu sprechen?). Das Filmteam hielt transparente Scheiben mit der Aufschrift "Sensitive Content" vor die Köpfe, so dass die Gesichter dahinter wie zensiert aussahen.

"Wir als ukrainische Künstler müssen unsere Haltung und unsere Gefühle ausdrücken", hiess es vom Filmteam. "Jeden Tag hören wir vier- bis fünfmal Sirenen, es hat jetzt begonnen, ein Teil unseres Alltags zu werden." Dies war bereits das dritte Mal dieses Jahr, dass es auf dem roten Teppich in Cannes eine politische Aktion gab.

Keystone-SDA