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Stadt St.Gallen
25.05.2022
25.05.2022 14:13 Uhr

St.Gallen als Gesundheitsstandort etablieren

Bild: hsgfocus.ch
Viertgrösstes Spital im Land, Joint Medical Master an der HSG, Forschung an der Empa und am Kantonsspital, Firmen und Start-ups mit Gesundheitsthemen: Die Gallusstadt beherbergt viel Gesundheits-Know-how. Das Netzwerk «St.Gallen Health» will diese Fülle sichtbar machen.

«St.Gallen Health» ist ein junges Netzwerk, das auf Initiative der Stadt St.Gallen ins Leben gerufen wurde. In den letzten zwei Jahren habe sich die städtische Standortförderung dem Aufbau des Netzwerkes angenommen, berichtet das Magazin der Universität St.Gallen, «HSG Focus». Bereits gehören ihm über zwanzig Institutionen und Firmen mit Sitz in der Stadt St.Gallen an. Erst vor kurzem ist eine eigene Webseite (www.sg-health.ch) aufgeschaltet worden.

Arbeitsplätze schaffen, Fachkräfte gewinnen

Mit dem gemeinsamen Netzwerk wolle sich die Stadt St.Gallen stärker als attraktiver Standort für Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich positionieren und damit Arbeitsplätze schaffen und Fachkräfte gewinnen», erklärt Annina Huber, die bei der Standortförderung für die Projektleitung von «St.Gallen Health» zuständig ist. National wie international erfolgreiche, etablierte und aufstrebende Institutionen aus Wirtschaft, Bildung, Forschung und medizinischer Versorgung hätten ihren Sitz in St.Gallen, so HSG Focus weiter.

Ähnlich wie der Verein «IT rockt» aus St.Gallen, der dem Fachkräftemangel entgegenwirken und seine Mitglieder auf dem Weg zur Digitalisierung unterstützen wolle, strebe auch «St.Gallen Health» an, Wirtschaft, Forschung und Bildung zusammenzubringen, um die gegenseitigen Kompetenzen und damit die Synergien sichtbar zu machen. Zurzeit ist das Netzwerk noch auf die Stadt St.Gallen und nähere Umgebung fokussiert. Es sei aber durchaus vorstellbar, dass es sich wie «IT rockt» über die Stadtgrenze hinaus entwickle.

Zusammenspiel von Wirtschaft, Bildung und Forschung

Zu den über zwanzig Mitgliedern von «St.Gallen Health» gehören aktuell Bildungsinstitutionen wie die Ostschweizer Fachhochschule mit ihrem Pflege-Studium und die Universität St.Gallen mit ihrer School of Medicine. Die HSG bietet den Joint Medical Master in Kooperation mit der Universität Zürich, dem Kantonsspital St.Gallen, der Ostschweizer Fachhochschule und anderen Partnern an. Durch diese Zusammenarbeit trägt er viel zur Attraktivität des Gesundheitsstandorts bei.

Als wichtig bezeichnet die Projektleiterin auch, dass in der Stadt St.Gallen die Empa angesiedelt ist. Zu deren Forschungsschwerpunkten gehört unter anderem der Bereich «Gesundheit und Leistungsfähigkeit». Auch der Innovationspark Ost, der erst kürzlich im Lerchenfeld seine operative Arbeit aufgenommen hat, wird sich neben Digitalisierung und MEM-Industrie auf den Bereich Gesundheit fokussieren.

Wichtige Netzwerk-Mitglieder der medizinischen Versorgung sind das Kantonsspital St.Gallen, die Hirslanden Klinik Stephanshorn, das Ostschweizer Kinderspital, die Geriatrische Klinik, das Brustzentrum Ostschweiz, die Rehabilitationsklinik Oberwaid, und das Zentrum für Labormedizin. «Zudem gehören mehrere namhafte Firmen und Start-ups dem Netzwerk an. Beispiele dafür sind AR Packaging, FISBA, Greiner Bio-One, Nahtlos AG, Sigvaris, Spiess+Kühne AG, Ulrich Swiss AG, Vifor Pharma und OnlineDoctor». Der Standort St.Gallen und Umgebung verfüge über viele weitere starke Firmen, die im Gesundheitsbereich tätig seien, erklärt Annina Huber. Sie als Mitglieder zu gewinnen, sei ein Ziel der künftigen Arbeit von «St.Gallen Health».

Eine Schlüsselbranche der Stadt St.Gallen

Die Gesundheitsbranche sei ein stark wachsender und wertschöpfungsintensiver Wirtschaftszweig, betont Annina Huber. Da die Stadt St.Gallen international anerkannte Kompetenzen im Gesundheitsbereich beheimate, gebe es grosses Potential in deren Vernetzung und Entwicklung sowie verstärkter Ausstrahlung. «Die Gesundheitsbranche ist eine der Schlüsselbranchen der Stadt», sagt die Projektleiterin.

Das Netzwerk «St.Gallen Health» bringe seine Mitglieder und deren Projekte voran, indem es durch gemeinsames Zusammenwirken und dank kurzer Wege zukunftsträchtige Innovationen mit nationaler und internationaler Ausstrahlungskraft schaffe. Die involvierten Institutionen treffen sich zweimal jährlich zum persönlichen Austausch. Fragestellungen werden diskutiert, Expertisen ausgetauscht und weitere Schritte entschieden. Gemeinsam werde so der Standort St.Gallen im Gesundheitsbereich weiterentwickelt, sagt Annina Huber.

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Claudia Schmid/hsgfocus.ch