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23.05.2022
23.05.2022 13:11 Uhr

Silber für Sara Willi in Sierre

Die zweitplatzierte Sara Willi mit einem Festhaltegriff.
Die zweitplatzierte Sara Willi mit einem Festhaltegriff. Bild: pd
Vergangenes Wochenende fand das 500er Judo-Rankingturnier in Sierre statt. Mit 849 Teilnehmern war der Wettkampf gut besucht. Die drei Judoka des JC Nippon St.Gallen zeigten gute Kämpfe, jedoch reichte es nur für eine Podestplatzierung.

Levin Brunner (U18, -73 kg) startete am Samstag in einer starken Gruppe: Gegen die späteren Finalisten Lorenzo Enz und Makar Haityna musste er Niederlagen einstecken. Während des Kampfes gegen den Westschweizer Armen Arakelov drehte der junge Judoka aber nochmals auf und konnte diesen nach einem Hüftwurf in einen Festhaltegriff zwingen.

Leider befreite sich sein Gegner frühzeitig und erzielte im späteren Verlauf Ippon (Höchstpunktzahl). Auch wenn er keine Platzierung erzielte, zeigte Brunner als Jüngster in seiner Kategorie einen guten Kampfgeist und grosses Potential für die kommenden Wettkämpfe.

Levin Brunner kurz vor dem Kampf. Bild: pd

Sara Willi (Elite Damen, +70 kg) war am Samstagnachmittag ebenfalls auf der Matte im Einsatz. Nach zwei Jahren Wettkampfpause aufgrund von Covid und eines dritten Kreuzbandrisses war dies ihr erstes Turnier seit langem. Sie gewann den ersten Kampf gegen Oceane Labarthe nach 20 Sekunden mit O-Soto-Gari (Fusswurf).

In der zweiten Runde gegen die Liechtensteinerin Anja Kaiser geriet sie zuerst mit Waza-ari (halber Punkt) in Rückstand, konnte diesen danach aber mit einem Fusswurf ausgleichen und mit einem anschliessenden Festhaltegriff den Sieg holen. Leider verletzte sich Willi daraufhin im dritten Kampf erneut das Knie und musste das Turnier frühzeitig beenden. Trotzdem erhielt sie in der Endwertung den zweiten Rang.

Am Sonntag startete schliesslich Noemi Ruchti (U15, -52 kg) am Schülerturnier. Auch für sie war es der erste Wettkampf nach einer längeren Verletzungspause. Sie musste zu Beginn eine Niederlage gegen die spätere erstplatzierte Nina Smatlik einstecken. In der darauffolgenden Begegnung gegen Nell Lodari legte sie einen Zahn zu und besiegte ihre Kontrahentin innerhalb weniger Sekunden mit Harai-goshi (Hüftwurf).

Der Kampf um Bronze gegen die Baslerin Arianna Garami erwies sich als sehr zäh. Ruchti zeigte starke Angriffe und war nahe an einer Wertung dran, musste aber dann im Golden Score (Kampfverlängerung) nach drei Strafen der Gegnerin den Sieg überlassen.

pez/pd