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10.05.2022

Billardclub St.Gallen spielt um die Medaillen

Thomas Wenk im Training
Thomas Wenk im Training Bild: pd
Als drittplatzierte Mannschaft ging das Team des Billardclub St.Gallen in die letzte Playoff-Runde der Mannschaftsmeisterschaft im Dreiband der NLA. Mit einem Sieg in der Direktbegegnung gegen das Viertplatzierte ALB Lausanne 2 hätten sich die Ostschweizer das Heimrecht für den kleinen Final um die Bronzemedaille sichern können.

Mit dem Erreichen der Playoffs hatte der BC St. Gallen sein gesetztes Saisonzwischenziel erfüllt. Nun wollte man in den Playoffs an den gezeigten Leistungen anschliessen und sich in eine gute Ausgangslage im Spiel um die Medaillen bringen.

Die ersten beiden Playoff-Ränge waren in dieser Saison noch ausser Reichweit, auch wenn die St.Galler starke Leistungen zeigten und die Differenz zu den beiden Serienmeistern im Vergleich zum Vorjahr verkürzt werden können.

In der Besetzung Tien Duy Ma, Giorgio Morosi und Thomas Wenk startete das St.Galler Team als Favorit in die Heimbegegnung gegen die Romands und konnte sich mit einem Sieg das Heimrecht für den kleinen Final erspielen.

Die St.Galler starteten furios und souverän in das erste Drittel. Teamleader Ma Tien Duy liess dem Lausanner Régis Cattenoz keine Chance und gewann mit 35:19 in nur 28 Aufnahmen. Morosi traf auf die Lausanner Nr. 1 Mathieu Boulaz und es entwickelte sich eine der spannendsten Partien der ganzen Begegnung. Boulaz startete sehr stark in das Match und ging rasch mit 11:1 in Führung. Morosi bewahrte die Ruhe, spielte konzentriert weiter und verringerte den Rückstand kontinuierlich. Zur Halbzeit stand es dennoch 18:12 für Lausanne. In der zweiten Spielhälfte steigerte sich Morosi deutlich und Boulaz zeigte Nerven. Wenige Aufnahmen vor Schluss kam Morosi bis auf 33:32 heran. Boulaz verpasste den nächsten Punkt und Morosi beendete die Partie mit einer Serie von 3 Punkten zum 35:33-Sieg für St.Gallen. Wenk zeigte in seinem ersten Dreiband-Ernstkampf auf dem Halbmatchbrett auf nationaler Ebene eine starke Leistung und konnte die guten Trainingsresultate der letzten Wochen auch auf Turnierniveau umsetzen. Mit einem 22:12-Sieg gegen Sylvain Vimeux überraschte der St.Galler alle und trug zur 6:0-Führung der Ostschweizer bei.

Im zweiten Drittel machten die St.Galler dort weiter, wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. Ma blieb weiterhin souverän und besiegte Vimeux mit 35:18 in fantastischen 26 Aufnahmen. Wenk zeigte wiederum starkes Dreibandspiel, konnte lange mit dem Lausanner Teamleader Boulaz mithalten. Am Ende musste er sich trotz guter persönlicher Leistung mit 34:27 geschlagen geben. In der dritten Partie konnte Morosi zwar nicht mehr die grandiose Leistung aus dem ersten Spiel wiederholen, hielt Cattenoz aber von Beginn weg auf Distanz und gewann mit 26:21. Mit diesem Sieg sicherten sich die St.Galler schon vorzeitig den Sieg gegen ALB Lausanne 2 und gingen uneinholbar mit 10:2 in Führung.

Im letzten Drittel siegte Ma zwar hauchdünn, aber dennoch verdient mit 31:30 gegen Boulaz. Morosi musste sich nach anfänglich deutlicher Führung einem in der zweiten Spielhälfte gross aufspielenden Vimeux mit 35:26 geschlagen geben. Wenk zeigte seine dritte gute Partie an diesem Nachmittag und gewann verdient gegen Cattenoz mit 28:22.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, einem furiosen Start mit 5 Siegen aus 6 Partien und einem – in seinem ersten Heimeinsatz auf nationaler Ebene – gross aufspielenden Thomas Wenk erreichte das erste Team des Billardclubs St.Gallen einen ungefährdeten 14:4-Sieg und sicherte sich damit das Heimrecht für das Spiel um die Bronzemedaille.

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