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Stadt St.Gallen
08.05.2022
09.05.2022 10:06 Uhr

«St.Gallen soll keine Geisterstadt werden»

Immer wieder müssen Läden räumen (Archivbild)
Immer wieder müssen Läden räumen (Archivbild) Bild: Patrice Ezeogukwu
Am 15. Mai 2022 stimmt die Bevölkerung der Stadt St.Gallen über die Initiative «Kein Sonntagsverkauf in der Stadt St.Gallen» und den Gegenvorschlag dazu ab. Kantonsrat Oskar Seger befürchtet, dass St.Gallen zur Geisterstadt mutieren könnte.

Durch die Initiative würden Läden in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung unnötig eingeschränkt. Dies ausgerechnet in Zeiten, in denen der Online-Handel droht, die Innenstädte zu Geisterstädten verkommen zu lassen.

Durch den boomenden Online-Handel läuft die Stadt Gefahr, immer mehr Läden und mit ihnen auch die wichtigen lokalen Arbeitsplätze an den virtuellen Raum zu verlieren. Aus Flaniermeilen, in denen sich angenehm einkaufen lässt, wird leere Gewerbefläche. Flaniert wird so höchstens noch über die Vorschläge unpersönlicher Online-Shops.

Der Gegenvorschlag leistet die erforderliche Gratwanderung und berücksichtigt die Sorgen, die in der extremen Initiative zum Ausdruck kommen. Mit einem JA zum Gegenvorschlag wird eine prosperierende Ladenvielfalt in der St.Galler Innenstadt mit mehr lokalen Arbeitsplätzen ermöglicht.

Stimmen Sie daher NEIN zur Initiative und JA zum Gegenvorschlag!

Oskar Seger, Präsident FDP Stadt St.Gallen und Kantonsrat