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03.01.2022

Billardclub St.Gallen: Teams müssen kämpfen

Giorgio Morosi vom BC St.Gallen ist neu auf Rang zwölf der Schweizer Gesetztenliste.
Giorgio Morosi vom BC St.Gallen ist neu auf Rang zwölf der Schweizer Gesetztenliste. Bild: regiosport.ch
In der letzten Runde der Schweizer Mannschaftsmeisterschaften in der Disziplin Cadre traf das Team des Billardclubs St.Gallen im Nachtragspiel zu Hause auf das Team von ALB Lausanne 1.

In der Besetzung mit Ludwig Nobel und Rolf Bart konnten die St.Galler die Meisterschaft schon vor der letzten Runde nicht mehr auf einem Medaillenplatz abschliessen und verpassten damit das erklärte Saisonziel schon vorzeitig. Dennoch wollte man eine durchzogene Saison mit einer guten Leistung beenden und sich im letzten Heimspiel keine Blösse geben.

Dies gelang Nobel und Bart bestens: Sie setzten sich mit 12:4 deutlich gegen das Team aus der Romandie durch. Dabei zeigten beide St.Galler persönliche Bestleistungen und Nobel gelang mit einer Punkteserie von 92 der Turnierrekord. Die anderen Rekorde (Gesamtschnitt: 9.44, Einzelschnitt: 15.00) gingen an den Lausanner Régis Cattenoz.

In der Disziplin «Freie Partie» stand das zweite Team des Billardclub St.Gallen vor der letzten Spielrunde auf dem etwas überraschenden dritten Tabellenrang – punktgleich mit dem Team des Billardclubs Zürich und lediglich mit einem etwas schlechteren Punkteverhältnis als die Zürcher. Im letzten Auswärtsspiel trafen die St.Galler auf eben dieses Zürcher Team und konnten mit einem Sieg den Einzug in die Finalrunde der besten vier Teams aus den beiden Qualifikationsgruppen erreichen.

Die Ostschweizer starten in der Formation mit Albert Kehl und Giorgio Morosi in dieses «kleine Finale» in Zürich. Morosi erspielte sich in seinen vier Partien vier Siege (80:14, 80:16, 88:41, 80:76) und setzten sich klar und diskussionslos gegen seine Gegner durch. Einzig in der Partie gegen die Zürcher Nummer eins Tang wurde es etwas eng. Tang führte kurz vor Schluss mit 76:46 bevor Morosi die Nerven behielt und mit zwei Serien von 16 und 18 Punkten das Spiel für sich entschied.

Kehl startete verhalten ins Turnier und musst sich seinen Gegnern klar geschlagen geben. So stand es vor seiner letzter Partie 4:3 für die St.Galler – mit einem Sieg von Kehl hätten sich die St.Galler den zweiten Tabellenplatz und damit die Qualifikation für das Meisterschaftshalbfinale sichern können.

Kehl hielt gegen den besser klassierten Grosshans (BC Zürich) lange Zeit gut mit, ging gar kurzzeitig in Führung doch Grosshans zeigte Nerven. Einige Aufnahmen vor Schuss stand die Partie ausgeglichen 39:39. Kehl verpasst in der letzten Aufnahme den Punkt nur hauchdünn, Grosshans konnte davon profitieren, erzielte noch drei Punkte und gewann die Partie am Ende mit 42:39. Somit verpasste der BC St.Gallen die Überraschung nur äusserst knapp.

Dennoch gab es aus St.Galler Sicht am Ende doch noch ein Highlight zu verzeichnen: Morosi erspielte sich neben dem besten Einzelschnitt (10.00) und der höchsten Turnierserie (36) mit 7,27 auch den besten Gesamtdurchschnitt und figuriert damit nun, nach über 20-jähriger Pause in dieser Disziplin, neu auf Rang zwölf der Schweizer Gesetztenliste in der «Freien Partie».

Nach der Weihnachtspause greifen die Dreiband-Spieler in das Meisterschaftsgeschehen ein und starten im Januar mit den Mannschaftsbewerben in der Königsdiziplin «Dreiband». Nach dem Meisterschaftsunterbruch in der letzten Saison hoffen die St.Galler auf eine reguläre Durchführung der Schweizermeisterschaften.

regiosport.ch/BC St.Gallen